Bundesregierung verpflichtet sich zu mehr Schutz für Elefanten

Wilderer metzelten in Kamerun bis zu 650 Elefanten ab
Donnerstag, November 29, 2012
Hamburg

Der Bundestag stimmt heute voraussichtlich mit großer Mehrheit einem interfraktionellen Antrag für mehr Elefantenschutz zu. Aufgrund der eskalierenden Wilderei in einigen afrikanischen Ländern hatte der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) seit langem einen solchen Beschluss gefordert. Er sendet ein wichtiges Signal an die EU, gerade auch im Hinblick auf die im März stattfindende Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES), auf der wichtige Entscheidungen zu Elefanten getroffen werden.

„Die vom Bundestag geplanten Maßnahmen sind ein dringend notwendiger und positiver Schritt im Kampf gegen die ausufernde Wilderei“, so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Damit nimmt Deutschland innerhalb der EU eine Vorreiterrolle beim Elefantenschutz ein. Wir wünschen uns darüber hinaus, dass die Bundesregierung sich sowohl im Vorfeld innerhalb der EU, als auch bei der nächsten CITES-Konferenz gegen alle Anträge einsetzt, die weitere Elfenbeinverkäufe zulassen würden.“

Der nach erfolgter Abstimmung bindende Bundestagsbeschluss sieht unter anderem vor, dass die Bundesregierung die afrikanischen Länder mit Elefantenpopulationen bei ihrem Kampf gegen die Wilderei und den illegalen Elfenbeinhandel unterstützt. Auch die Beteiligung Deutschlands an internationalen Maßnahmen, z. B. gemeinsame Operationen mit Europol und Interpol, sowie die Verbesserung des behördlichen Vollzugs, besonders in Abnehmer- und Transitländern, sind wichtiger Bestandteil des Antrags. Außerdem soll die Regierung Projekte für einen besseren Lebensraumschutz für Elefanten unterstützen.

 

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