Bruttosozialglück: Neue Studie zeigt, wie Tier- und Umweltschutz Glück fördert

Tier- und Umweltschutz fördern Glück, zeigt auch eine neue Studie.
Donnerstag, 15 Dezember, 2016
Hamburg

Den Zusammenhang zwischen menschlichem und tierischem Wohlbefinden belegen Fallbeispiele aus einer jetzt auf der Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über Biologische Vielfalt (CBD), Cancun, Mexiko vorgestellten Studie des IFAW (Internationale Fund for Animal Welfare). Die Studie „Measuring what matters: True Wellbeing for Animals and People“ beleuchtet Alternativen, die menschliches Wohlbefinden besser erfassen können im Gegensatz zu der rein ökonomischen Messgröße Bruttosozialprodukt.

„Was wir messen hat Einfluss darauf, wie wir unsere Ressourcen einsetzen“, erläutert Andreas Dinkelmeyer, Pressesprecher IFAW-Deutschland. „Wenn wir messen, was wirklich wichtig ist, können wir auch entsprechend handeln. Die rein ökonomische Messgröße des Bruttosozialprodukts lässt das Befinden von Menschen und Tieren außer Acht. Aber Menschen profitieren davon, wenn wir Wildtiere schützen und unsere Haus- und Nutztiere artgerecht behandeln. Die Erkenntnis darüber ist da, das zeigt auch unsere Studie, nun muss sie auch in die Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik aufgenommen werden“.

Die Studie stellt Fallbeispiele vor, die Alternativen zum kurzfristigen ökonomischen Gewinn darstellen. Darunter auch erfolgreiche Beispiele aus Tansania, entstanden aus der Umweltschutzarbeit der Schimpansenforscherin Dr. Jane Goodall. Ein weiteres Beispiel aus Bosnien Herzegowina zeigt, wie humane Lösungen für Probleme mit frei laufenden Hunden mit der Beteiligung aller Interessengruppen die Menschen in betroffenen Gemeinden zufriedener machen. Der IFAW unterstützt Gemeinden darin, Lösungen zu erarbeiten.

Internationale Abkommen fangen an, diese alternativen Messmethoden anzuerkennen und zu adaptieren. Die derzeit in Mexico tagende CBD hat den Wert von Tieren anerkannt und sich langfristige Ziele gesetzt. Diese beinhalten, dass Biodiversität geschätzt, geschützt, wieder hergestellt und klug genutzt werden soll. Auch erkennt die CBD an, wie wichtig die Leistungen von Ökosystemen (beispielsweise der Wert von Bestäubern/Bienen für ein Ökosystem und daher auch für Menschen) für einen nachhaltig gesunden Planeten sind. Die CBD versucht, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte beim Umgang mit der biologischen Vielfalt in Einklang zu bringen. Damit geht die CBD weit über die "klassischen" Schutzansätze hinaus und ist somit von ihrem Anspruch und Umfang her das weltweit umfassendste Übereinkommen im Bereich des Naturschutzes und der Entwicklungspolitik.

Hier klicken, um die Studie (Englisch) in voller Länge zu lesen.

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