Blickpunkt Südafrika: Auch wenn die Giraffe Gerry diesmal enttäuscht, lassen sich die Kinder ihren Spaß am Lernen nicht nehmen

Südafrikanische Schüler von der Athlone-Schule für Blinde haben im Aufklärungszentrum über Wildtiere Giraffe House (GHWAC) viel Spaß. - IFAW - Lisa Cant-HaylettAls ich einen zweiten Besuch des Aufklärungszentrums über Wildtiere Giraffe House (GHWAC) für Schüler der Athlone-Schule für Blinde plante, befürchtete ich zunächst, dass das für die Schüler, die letztes Jahr schon dabei waren, langweilig sein würde. 

Da hatte ich mich gründlich getäuscht!

Wieder begleiteten mich und einen Kollegen Grundschüler der Stufen R bis 3 zusammen mit ihren Erziehern und ein paar Aufpassern auf unserer Fahrt in die Weinbaugebiete des West-Kaps.

Ich bin ja schon öfter im Giraffe House gewesen, aber selten waren Schüler so begeistert, und meine Bedenken, dass es langweilig für sie werden könnte, zerstreuten sich schnell. 

Bei unserer Ankunft wurden wir vom Ruf des südafrikanischen Nationalvogels – dem Paradieskranich – begrüßt, und die Schüler drängelten alle nach vorn, um einen Blick auf das Tier zu erhaschen, das so "lustige Geräusche" von sich gab. Eingeschränkt sehfähige und blinde Schüler zerrten ihre Freunde an den Jacken und baten sie, das zu beschreiben, was sie da sahen.

Wir mussten uns mächtig ins Zeug legen, ja fast schon joggen, um den älteren Schülern folgen zu können, denen so langsam dämmerte, dass es gleich ein freudiges Wiedersehen geben würde, nämlich mit Gerry, der Giraffe. Aber an diesem Morgen schien Gerry einen schlechten Tag zu haben, da sie nur ein paar Minuten bei uns blieb, bevor sie sich davon trollte und sich dem Giraffenmännchen zuwandte, mit dem sie ihr Gehege teilt. 

Na ja, auch Giraffen müssen mal einen freien Tag haben!

Als wir wieder im Auditorium waren, kannte die Begeisterung keine Grenzen, als die Schüler mit ein paar Krabbeltieren und schlüpfrigen Wesen bekannt gemacht wurden. Ein Anblick übrigens, der viele erwachsene Besucher im Stechschritt den Bus aufsuchen ließ.

Alle durften einer Schildkröte über den Rücken streichen, die haarigen Beine einer Tarantel erfühlen und die glatte Haut einer Schlange berühren.

Es war vielleicht ein unspektakulärer Ausflug ohne viel Tamtam, aber ich bin mir sicher, dass alle Schüler etwas mitgenommen haben, und ich hoffe, dass gleich, wie klein oder groß dieses "Etwas" war, sie es ihr Leben lang nicht vergessen werden.

--LCH

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Experten

Cynthia Milburn, Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Nancy Barr, Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
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