Blickpunkt Kenia: 500 km langer Fußmarsch für die Rettung der Elefanten

Von links: Iregi Mwenja und Jim Nyamu vom Elephant Neighbor’s Center und Steve Njumbi, Programmleiter des IFAW Ostafrika gehen an der langen LKW-Schlange an der Kreuzung bei Machakos auf der Straße Mombasa-Nairobi vorbei.In den letzten zwei Wochen wirkte Jim Nyamu ziemlich allein auf weiter Flur, als er zu Fuß 500 km von der Küstenstadt Mombasa ins Landesinnere nach Nairobi zurücklegte. Der heldenhafte Marsch war als Aufruf gemeint – als Aufruf an alle, darüber nachzudenken, wie schlimm es um die Elefanten steht und wie dringend sie Schutz brauchen.

Jim ist kein echter Athlet und ich bin erst recht keiner, doch letztes Wochenende leistete ich ihm einen guten Kilometer lang Gesellschaft, damit er mir mehr über diese tolle Aktion erzählen konnte. Es herrschte eine sengende Hitze, in Kenia ist gerade die heißeste Jahreszeit und die 33 Grad Celsius, die es um die Mittagszeit an der Straßenkreuzung bei Machakos waren, fühlten sich noch wesentlich heißer an, da der glühend heiße Teer sich durch unsere Schuhsohlen brannte. Hunderte von Schwerlastwagen, die ihre Fracht Richtung Landesinneres bringen, donnerten an uns vorbei, andere kamen uns auf ihrem Weg zur Küste entgegen – beladen mit schweren Gütern, die von Mombasa aus in die ganze Welt verschifft werden. Das brachte mich zum Nachdenken…

Kenia steht unfreiwillig im Ruf, sowohl Herkunftsort als auch Hauptschmuggelroute für illegales Elfenbein zu sein – fast 3,5 Tonnen Elfenbein mit Verbindungen nach Kenia wurden vergangenen Monat aufgegriffen, davon zwei Tonnen im Hafen von Mombasa. Ein Großteil davon sollte nach Asien, insbesondere China gehen.

Wie schwer lösbar das Problem des blutigen und gefährlichen Handels ist, der im Jahr 2011 an die 50.000 Elefanten das Leben gekostet hat, wird einem erst richtig bewusst, wenn man den Rädern der riesigen, bis oben vollgepackten Laster aus dem Weg springen muss. Das macht Angst.

Wenn wir diesen Kampf gewinnen wollen, sind wir auf jede Hilfe angewiesen – die der größten Konzerne, der Regierungen, der NGOs und der Bevölkerung.

Jim Nyamus marschierte im Rahmen der „Elfenbein gehört den Elefanten“-Kampagne des Elephant Neighbor's Center, das der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) durch das Kenya Elephant Forum unterstützt und finanziert.

Ich finde, dass Jim Nyamu ein Held ist. Während des gesamten schweißtreibenden Marsches hat eine sehr wichtige Botschaft an die Kenianer gesandt, nämlich dass die Elefanten unsere Hilfe und unseren Schutz brauchen.

Heute Morgen bekam ich eine Nachricht von Steve. Er schrieb folgendes: „Steve, es war so gut, dich am Freitag zu sehen. Ich möchte mich hiermit im Namen des ENC ganz herzlich beim IFAW bedanken. Eure moralische und finanzielle Unterstützung war für mich die größte Motivation, diese schweißtreibende und anstrengende Herausforderung durchzustehen.“

Der IFAW ist stolz darauf, einen Helden wie Jim unterstützen zu können.

--SN

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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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