Blickpunkt Indien: Beim Kinderprojekt „Kunst für Elefanten“ sind Fantasie keine Grenzen gesetzt

Beim Kinderprojekt „Kunst für Elefanten“Haben Sie sich je einen Elefanten mit Flügeln vorgestellt, bei dem es sich nicht um Dumbo handelt? Bei der Arbeit mit Kindern hört die Fantasie beim Himmel noch lange nicht auf.  Ihr wurde beim „Kunst für Elefanten“-Workshop, den der Internationale Tierschutz-Fonds und der Wildlife Trust of India gemeinsam in der Ahlcon International School in Delhi veranstaltete, so richtig schön freien Lauf gelassen. Der Workshop wurde in Zusammenarbeit mit Dr. B. C. Sabats Verein für Umweltschutz an Schulen in Delhi veranstaltet und von der Künstlerin Shubhra Chaturvedi betreut.

Im Rahmen der einzigartigen Initiative werden in einer Reihe von Workshops Lehrern und Schülern in Indien mit Spiel, Spaß und Kreativität die Inhalte des IFAW-Aufklärungsprogramms für Schulen „Animal Action Education“ nahe gebracht. Mit dem Thema Elefanten schlägt das Animal Action-Programm einen Bogen zum im November in Neu-Delhi stattfindenden Internationalen Elefantenkongress (E 50 50).

Der Tag begann zunächst mit meinem Vortrag für 200 Schüler und ihre Lehrer in einem Hörsaal. Ich sprach über das Leben und den Schutz wilder Elefanten und darüber, wie die Schüler selbst zum Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensräume beitragen können. Anschließend gab es noch eine Vorführung des Films „Elefanten vergessen nicht“ und dann ging es in den Kunstraum, wo eine Gruppe jüngerer Kinder schon aufgeregt die Eröffnung des Workshops erwarteten.

Gleichzeitig mit dem Pilot-Workshop fanden an anderen Orten Indiens ähnliche Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit regionalen Künstlern statt. Es sollten Elefantenfiguren aus Pappmaché gebastelt und geschmückt werden. Die besten Arbeiten der Kinder werden den Delegierten auf dem Elefantenkongress als Andenken übergeben.

Da Shubhra sehr erfahren mit der Arbeit mit Kindern ist, hatten ihre einführenden Worte in den Workshop und ihre Aufforderung, der Fantasie freien Lauf zu lassen, die Wirkung eines Zauberspruchs. Es geschahen dann sehr überraschende Dinge – wie erwartetet, entstanden bunte, bemalte, glitzernde, mit Lumpen, trockenem Laub, Papier, Baumwolle und Spiegelscherben beklebte Elefanten. Die Überraschung dabei war aber, dass jeder einzelne Elefant eine ganz eigene Persönlichkeit und eine eigenen Geschichte hatte und von den Kindern Namen bekam.

Da gab es dann einen Grumpy, der von seiner Herde zurückgelassen worden war und einen Elefanten mit schwarzer Sonnenbrille wie ein Rockstar. Da gab es auch einen hellgrünen Zeitgenossen, der mit Piloten verziert war und Kopfhörer trug und dem ein Junge, der später Pilot werden will, Flügel aus Laub verlieh.

Ich hätte am liebsten welche davon mit nach Hause genommen, besonders ein Exemplar namens Janardhan (was so viel bedeutet wie „einer, der Menschen hilft“), so benannt von einem Jungen, der den Film „Elefanten vergessen nicht“ erst noch sehen muss. Auch für die Teilnehmer wird der Workshop unvergesslich bleiben.

Die Schule wird mit ihren 600 Schülern zu dem Thema weiter arbeiten und auch für 500 Schüler die Materialien in deutscher Sprache im Rahmen des Deutsch-Labors nutzen. Direktor Dr. Pandey hat versprochen, die deutschen Materialien, in den Lehrplan aufzunehmen!

--RG

Mehr Informationen zum Animal Action-Programm finden Sie hier.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien