Blickpunkt Indien: 750 Tage nach seiner Auswilderung ist Elefantenkalb Tinku wohlauf

Tinku in einer abgelegenen Ecke des Manas-Nationalparks in Assam, Indien.Nur einige Tage nachdem wir ein Foto von einem im Jahr 2011 ausgewilderten Tiger erhielten, erreichten auch von unserem ausgewilderten Elefantenkalb Tinku erfreuliche Neuigkeiten.

Unser Biologe Anjan Sangma sichtete und fotografierte Tinku in einer abgelegenen Ecke des Manas-Nationalparks in Assam, Indien.

Tinku war im Oktober 2007 von Mitarbeitern der Forstverwaltung gerettet worden, nachdem er in der Nähe eines Teehauses in einen Graben gefallen war. Er war zwei Monate alt, als er in der IFAW-Rettungsstation für Wildtiere in Kaziranga ankam.

Unsere begnadeten Mitarbeiter zogen Tinku über drei Jahre lang mit der Flasche auf, boten ihm täglich tierärztliche Betreuung und gaben ihm alles, was er brauchte, bevor er im Februar 2011 gemeinsam mit vier anderen Elefantenkälbern im Manas-Nationalpark ausgewildert wurde.

Nach der jetzigen Sichtung wissen wir, dass Tinku über 750 Tage in der Wildnis überlebt hat.

Anfang Januar war er kurz zusammen mit dem anderen ausgewilderten Kalb Sikom gesichtet worden. Dieses Mal war er allein.

Und es kommt noch besser, denn Anjan zufolge "verhielt sich der Elefant gegenüber dem Team aggressiv und entfernte sich vom Team in südliche Richtung". Er glaubt, dass Tinku vielleicht Anschluss an eine Herde gefunden haben könnte, die sich unweit von ihm aufhielt (etwa 50 Meter von seinem Aufenthaltsort).

Das Team beobachtete bis zum Einbruch der Dunkelheit Tinkus Verhalten, machte Fotos und vermerkte GPS-Koordinaten.

Die Auswilderung an sich ist im Rehabilitationsprozess von Wildtieren die kritischste Phase. Nach mehreren Jahren Betreuung durch Menschen muss Tinku es jetzt ganz allein schaffen, sich in die wilde Herde zu integrieren. Und wir können nichts mehr tun außer zuschauen, dokumentieren, lernen und uns über solche tollen Erfolge freuen.

--IR

Danke an alle Förderer, dass sie Tinku eine zweite Chance auf ein Leben in Freiheit gegeben haben. Wenn Sie Aktionen wie diese unterstützen wollen, spenden Sie jetzt.

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