BITTE ANSEHEN: Video über Cynthia Moss und Vicki Fishlock, zwei Verfechterinnen der Sache der Elefanten

In so mancherlei Hinsicht unterscheiden sich Elefanten gar nicht so sehr von uns Menschen. Auch sie erkennen sich wechselseitig als Individuen und wissen genau, wer zu ihrem eng geknüpften Familienverband gehört. Ihr Sozialverhalten gegenüber Elefanten, die nicht zu ihrer Familie gehören, ist sehr komplex.

Wie wir von Cynthia Moss und Vicki Fishlock in einer neuen Reihe von Video-Interviews erfahren können, gibt es eine Menge über Elefanten zu lernen. Sie sehen hier das erste Video der Reihe:

 

Wir sind stolz darauf, Cynthia seit etwa 20 Jahren unterstützen zu dürfen. Von ihrer Arbeit habe ich schon gewusst, ehe ich vor über 15 Jahren dem Internationalen Tierschutz-Fonds beigetreten bin. 

Schon damals war sie eine Legende.

Cynthia ist Leiterin des Amboseli Trust for Elephants im kenianischen Amboseli-Nationalpark. Sie erforscht seit 40 Jahren die Elefanten und betreibt das am längsten laufende Elefanten-Forschungsprojekt, das es jemals gab.

Seit einiger Zeit unterstützen wir nun auch Vickis Projekt, das sie unter der Leitung von Cynthia durchführt. Dessen Ziel es ist, in den kommenden fünf Jahren die Auswirkungen der verheerenden Dürre von 2009 auf die einzelnen Amboseli-Elefanten zu untersuchen. Die Dürre kostete in dieser Zeit zusammen mit der Wilderei 400 von 1550 Elefanten das Leben und war ein einschneidendes Ereignis für die gesamte Elefantenpopulation des Parks.

Einunddreißig Matriarchinnen von 62 Familien mussten während der Dürreperiode ihr Leben lassen.

Um das Ausmaß der Tragödie erfassen zu können, muss man sich vergegenwärtigen, dass die älteren und erfahreneren Elefantenweibchen wissen, wo es Futter und Wasser gibt, wie man die soziale Ordnung aufrechterhält und wie man Bedrohungen erkennt und die Familien davor schützt. Elefanten, die in Familien mit erfahrenen Anführerinnen leben, sind gesünder, was wiederum dazu führt, dass sie sich stärker vermehren und dass es auch ihrem Nachwuchs besser geht.

Wenn die reife Anführerin einer Herde stirbt, leidet der Rest der Familie darunter.

Wenn wir wissen, wie Elefantenfamilien mit dem Verlust der Matriarchin zurechtkommen, können wir die Tiere mit Hilfe dieser Einsichten besser schützen. Wir können zum Beispiel lernen, wohin die im Park lebenden Elefanten gehen, wenn sie unter Stress stehen, und welche Potentiale für Konflikte zwischen Elefant und Mensch daraus erwachsen können.

Immerhin gibt es auch gute Neuigkeiten: 2010 regnete es wieder. So gab es mehr zu fressen und die Elefanten gewannen ihre Lebenskraft zurück.

Neue Matriarchinnen übernahmen die Führung und es bildeten sich neue soziale Strukutren heraus. Heute gibt es im Amboseli-Park einen Elefantenbaby-Boom – in den vergangenen sechs Monaten wurden 150 Elefantenkälber geboren, und viele sind noch unterwegs.

Cynthia und Vicki haben jede Menge Arbeit mit der Erforschung dieser Neugeborenen, sind aber mehr als glücklich darüber.

-- FO

Sehen sie sich den Filmclip und die weiteren Videos, die wir an dieser Stelle über diese beiden Verfechterinnen der Sache der Elefanten noch zeigen werden, an, und helfen Sie uns, ihre überaus wichtigen Projekte mit einer Online-Spende zu unterstützen.

Nehmen Sie sich bitte auch einen Moment Zeit und unterzeichnen Sie unsere Petition gegen den illegalen Handel mit Elefanten-Elfenbein auf unsere Website IFAW.org.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien