Besitzer festgenommen, mehrere hundert vernachlässigte Katzen in Florida gerettet

Eine der geretteten Katzen in Florida wird versorgt. c. ASPCA/Mike BizelliWir sind hier draußen, obwohl es wie aus Kübeln schüttet, denn mehrere hundert Katzen brauchen dringend unsere Hilfe. Dies ist unser zweiter Tag in der Gemeinde Lee im Norden Floridas. Ich leite ein Team von 10 IFAW-Einsatzkräften, um mehrere hundert, ja mehrere hundert Katzen und zwei Hunde zu befreien, die bislang zusammengepfercht und unter unhygienischen Bedingungen in einem Katzenasyl namens Caboodle Ranch untergebracht waren.

Wir sind auf Anfrage der ASPCA (American Society for the Prevention of Cruelty to Animals) hergekommen, die wiederum von der Polizeiwache Madison County und der Madison County Animal Control mit der Durchführung des riesigen Rettungseinsatzes beauftragt worden war.

Warum riesig?

Na ja, das ist das erste Mal, dass wir für so viele Katzen in Not im Einsatz sind. 700 Tiere müssen von dort weg- und woanders untergebracht werden, keine leichte Aufgabe!

Heute nehmen wir uns den riesigen Tatort vor und arbeiten auf Hochtouren, um den Katzen (und den zwei Hunden), die nun endlich aus diesem Alptraum befreit werden, unseren Tribut zu zollen. Der Regen hat nicht nachgelassen, aber wir auch nicht!

Die Dokumentation der Örtlichkeiten und die Sicherstellung von Beweismaterial ist viel schwieriger bei so einem Wetter, aber wir sind hochkonzentriert bei der Sache, weil wir gründlich arbeiten wollen.

Katzen in kritischem Gesundheitszustand werden von IFAW-Einsatzkräften direkt zur medizinischen Versorgung gebracht. Wenn ich die Katzen trage, höre ich sie manchmal schreien, meistens höre ich aber keinen Mucks.

Es macht mich traurig, nichts zu hören außer dem Prasseln der Regentropfen auf die Transportkörbe. So, als hätten die Tiere nicht einmal für Hilfeschreie genug Energie oder als hätten sie ihren Lebenswillen völlig verloren.

Die Stille sorgt dafür, dass man schneller helfen will und ich arbeite noch konzentrierter. So viele kranke Katzen, die nicht einmal vor dem Sturm Unterschlupf suchen können. Ich arbeite mitten unter ihnen und sage leise zu ihnen „jetzt wird alles gut“.

Der Gründer der Caboodle Ranch wurde festgenommen und muss mit mehreren Klagen wegen Grausamkeit gegen Tiere rechnen. Er war zweifellos völlig außer Stande, angemessen für die Tiere zu sorgen.

Bisher haben wir Katzen mit Atemswegserkrankungen und Augenentzündungen entdeckt, einige von ihnen sind leider in einem sehr schlechten Zustand, andere haben die Vernachlässigung einfach nicht überlebt.

Die, die überlebt haben, bekommen die denkbar beste medizinische Versorgung. Das IFAW-Team wird bei ihrer Unterbringung helfen und dafür sorgen, dass sie bald ein sicheres und fürsorgliches Zuhause finden.

Bleiben Sie dran und erfahren Sie das Neueste vom Einsatz der Mitarbeiter und freiwilligen Helfer des IFAW zur Rettung mehrerer hundert Katzen im Norden Floridas.

-- SW

Kommentare: 1

 
Gast
2 Jahre ago

Es ist wirklich schrecklich für die Tiere, dass nicht schon früher eingegriffen oder geholfen wurde. Allerdings kann es durchaus sein, dass die Tiere nicht aus schlechten Motiven vernachlässigt wurden. Es gibt sog. Tier-Messis, die "sammeln" Tiere! Und zwar oft so viele, dass es ihnen total "über den Kopf wächst"! Das ist dann ein krankhaftes Verhalten, diese Leute denken tatsächlich, dass die Tiere nur sie brauchen und dass kein anderer gut für sie sorgen würde. Teilweise könne sie nicht mehr erkennen, wie schlimm es um die Tiere steht und sie würden auch nicht dafür sorgen, dass die Tiere sich nicht vermehren.
Ein Tier-Messi "freut" sich über jedes Kätzchen, das er sieht. Diese Menschen sind tatsächleich krank (im Geiste und im Verhalten!)
Dies Leute brauchen ganz dringend eine Therapie - eine Klage und Gefängnisstrafe wird an diesem krankhaften Verhalten nichts ändern.

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