56000 Bundesbürger fordern: Herr Altmaier, retten Sie die Elefanten!

IFAW-Direktor Dr. Ralf Sonntag überreicht Bundesumweltminister Peter Altmaier 56.000 Unterschriften gegen den Elfenbeinhandel, die der IFAW in den letzten Wochen gesammelt hat. Über unseren "Marsch der Elefanten" online oder per Postkarte fordern unsere Unterstützer die Bundesregierung auf, sich international gegen jeden Elfenbeinhandel auszusprechen. Eigentlich bin ich noch recht erschöpft von der Walfangkommission in Panama und der erschreckenden Ankündigung, dass Südkorea auf Walfang will. Aber ich musste dringend nach Berlin.

Wir haben relativ kurzfristig einen Gesprächstermin mit Bundesumweltminister Peter Altmaier bekommen, um mit ihm über die deutsche Position zu Elefanten zu sprechen, und um ihm über 56000 Unterschriften und Postkarten zu übergeben. Die Menschen in Deutschland sind sehr besorgt über die Zukunft der grauen Riesen, so wie wir vom IFAW!

Die Wilderei von Elefanten nimmt immer schlimmere Formen an, ganze Herden werden von paramilitärisch ausgerüsteten Wildererbanden abgeschlachtet und deren Elfenbein in die legalen Märkte geschmuggelt und verkauft. Deshalb muss unserer Meinung nach jeglicher Handel verboten werden, bis die Elefanten vor Wilderern sicher sind. Unsere Meinung wird von vielen Elefantenstaaten geteilt, daher haben auch Länder wie Kenia und Gabun gerade wieder ihre Elfenbeinvorräte verbrannt.

Bisher spielte Deutschland fast immer eine vorbildliche Rolle im Elefantenschutz und hat sich insbesondere auch beim Washingtoner Artenschutzübereinkommen jeglicher Aufweichung des Schutzes entgegengestellt. Leider ist jetzt aus den Koalitionsparteien ein Antrag in den Bundestag gebracht worden, der den Handel mit Elfenbein aus Abschüssen bei “bestandsregulierenden“, Maßnahmen, sogenanntes culling, zulassen würde.

Das halten wir für inakzeptabel. Unserer Meinung nach fordert es praktisch dazu auf, solche Cullings durchzuführen, um an Elfenbein-Geld zu kommen. Und das, obwohl inzwischen weitgehend akzeptiert ist, dass Culling mittel- und langfristig nicht zu einer Bestandsregulierung führt. Die sinnvollste Lösung ist hier sicherlich die Vernetzung der Nationalparks im südlichen Afrika, sogenannte Megaparks.

Beim Gespräch miT Herrn Altmaier wurde klar, dass er diesen fraglichen Paragraphen in dem parlamentarischen Antrag auch nicht für sehr gelungen hält. Leider wurde aber auch klar, dass wir noch Überzeugungsarbeit leisten müssen, bis er unsere Meinung für das notwendige kompromisslose Handelsverbot teilt.

-- RS

Kommentare: 7

 
Gast
1 Jahr ago

Unfassbar, was von Menschenhand zerstört wird. Wenn es um menschliche Opfer ginge, dann würde man von Massenmord, Mord aus niederen Beweggründen und Euthanasie sprechen. Dafür gebe es in manchen Ländern sogar die Todesstrafe.

 
Gast
1 Jahr ago

Absulutes Verbot für den Handel mit Elfenbeinerzeugnissen.

 
Gast
1 Jahr ago

Denkt an die nächsten Generationen.

 
Gast
1 Jahr ago

Totales Verbot für den Handel mit Elfenbeinerzeugnissen.

 
Gast
1 Jahr ago

Zeigen Sie Menschlichkeit und lassen Sie, auch keinen "bestandsregulierten" Handel mit Elfenbein zu.

Gundula Muralter

 
Gast
1 Jahr ago

ICH BIN TRAURIG WAS MANN DEN ELEFANTEN ODER ÜBERHAUPT ALLEN TIEREN AUF DIESER WELT ANTUT - MEIN ZUNEIGUNG GILDET NUR DEN 4 BEINIGEN - ICH HABE NUR TIERE UM MICH SIE SIND DANKBAR - SIE VERNICHTEN NICHT DIE ERDE SO WIE DER MENSCH - ICH WÜNSCHE IHNEN VIEL ERFOLG BEI DER RETTUNG .lg WALTRAUT MÜLLER-RÖSLER

 
Gast
1 Jahr ago

Tiere sind die besseren Menschen!

Post a comment

Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien