3,9 Tonnen Elfenbein in Hongkong beschlagnahmt: Wie können wir die illegale Handelskette brechen?

In May 2006, Hong Kong Customs foiled another attempt to smuggle ivory into mainland China. 600 tusks (3.9 tonnes) were found behind a hidden compartment in a truck. Die Konfiszierung von 3,8 Tonnen Elfenbein in Hongkong vergangene Woche hat mich an eine frühere Elfenbeinbeschlagnahmung auf der Insel erinnert.

Im Mai 2006 vereitelte der Hongkonger Zoll einen Versuch, 3,9 Tonnen Elfenbein in einem LKW versteckt nach Festlandchina zu schmuggeln.

Zwar hatten die beiden Lieferungen ungefähr das gleiche Gewicht, die Ladung aus dem Jahr 2006 bestand jedoch aus 600 Stoßzähnen, während die der vergangenen Woche 1209 Stoßzähne enthielt – mehr als doppelt so viele. Das bedeutet, dass die Stoßzähne der jüngsten Beschlagnahmung viel kleiner sein müssen als bei der im Jahr 2006.

Der Verdacht liegt nahe, dass die Stoßzähne von Waldelefanten stammen.

Wir sind schon sehr lange sehr besorgt darüber, dass Wilderer es auf Waldelefanten abgesehen haben.

Waldelefanten sind kleiner als ihre Artgenossen in der Savanne, leben in den Wäldern Zentral- und Westafrikas und sind auch weniger zahlreich vertreten. Im Dickicht des Waldes sind sie ein leichteres Opfer für Wilderer.

Anfang des Jahres schlug der Internationale Tierschutz-Fonds Alarm, als in einem Nationalpark in Kamerun Hunderte Elefanten abgeschlachtet wurden

Ganze Familien wurden getötet…darunter auch Jungtiere mit kleinen Stoßzähnen.

Die 1209 in Hongkong beschlagnahmten Stoßzähne stehen für die Leben von mindestens 600 Elefanten. 

Die Stoßzähne von getöteten Elefanten werden über Landesgrenzen in andere Teile der Welt geschmuggelt und auf Märkten oder per Internet als Dekorationsartikel oder Schmuck verkauft.

Die grassierende Wilderei in Afrika wird durch die hohe Nachfrage in Asien, insbesondere China, angeheizt, wo es auf dem legalen Elfenbeinmarkt für Kriminelle ein leichtes Spiel ist, illegales Elfenbein zu „waschen“, wie eine IFAW-Studie belegt.

Das IFAW-Regionalbüro für Asien hat kürzlich Daten von Auktionen in Festlandchina entdeckt, die einen drastischen Anstieg der Menge, der Umsätze und der Preise für Teile oder Produkte von gefährdeten Arten belegen, z.B. Elefantenelfenbein oder Rhinozeroshorn.

  • Im Jahr 2011 kamen in Festlandchina bei Versteigerungen 11.100 Elfenbeinschnitzereien unter den Hammer – mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2010.
  • Der Gesamtumsatz aus dem Verkauf von Elfenbein erreichte im Jahr 2011 94 Millionen US-Dollar – im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 170%.

Elefanten haben von Natur aus einfach nicht die Voraussetzungen, diesem Wirtschaftsmodell von Angebot und Nachfrage standzuhalten.

Angesichts einer rasant wachsenden Weltbevölkerung, Wirtschaft und Konsumgesellschaft kann eigentlich keine Tierart solch einer kommerziellen Ausschlachtung standhalten – geschweige denn eine langlebige, langsam wachsende und sich nur langsam fortpflanzende Art wie der Elefant.

Der einzige Weg, die gravierende Entwicklung aufzuhalten, ist es, jedes einzelne Glied der Handelskette zu zerschlagen – von der Wilderei, über den Elfenbeinschmuggel bis hin zur Marktnachfrage.

Der IFAW kümmert sich in seiner Arbeit um jedes einzelne Glied der Handelskette:

und

In China wissen 70% der Menschen nicht, dass jedes Stück Elfenbein von einem toten Elefanten stammt. Elefantenelfenbein wird dort als „Elefantenzähne“ übersetzt.

Der IFAW-Aufklärungsslogan „Mama, ich krieg' Zähne“ fand in der chinesischen Öffentlichkeit so guten Anklang, dass er mittlerweile sogar in die Lehrpläne und Aufnahmeprüfungen chinesischer Schulen integriert wurde.

Ob in Afrika, China, in den USA und überall sonst auf der Welt können wir die Rettung der Elefanten unterstützen, wenn wir NEIN zu Elfenbeinprodukten sagen und anderen Menschen die Wahrheit über Elfenbein erzählen:

Jedes auch noch so kleine Stück Elfenbein stammt von einem toten Elefanten. 

--GGG

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien