15 Tonnen Elfenbein in Malaysia beschlagnahmt

15 Tonnen Elfenbein in Malaysia beschlagnahmt
Mittwoch, Dezember 14, 2011
Hamburg

Wie jetzt bekannt wurde beschlagnahmten am Montag malaiische Behördenvertreter 15 Tonnen Elfenbein in der Hafenstadt Port Klang. Es ist der sechste Aufgriff von Elfenbein in Malaysia innerhalb der letzten Monate.

Das weiße Gold war in Containern versteckt, die in Mombasa, Kenia, verladen wurden und laut Papieren „Handwerk aus Sandstein“ enthalten sollten. Sie waren auf dem Weg zur Hafenstadt Sihanouk Ville in Kambodscha. Laut malaiischen Behörden hat das beschlagnahmte Elfenbein einen Marktwert von etwa 17,8 Millionen Euro.

Die jetzige Beschlagnahmung war die bisher größte in diesem Jahr. Allein die in der ersten Hälfte von 2011 beschlagnahmte Menge an Elfenbein war höher als die jährliche Gesamtmenge der drei vergangenen Jahre. Das Informationssystem für Elefantenhandel (ETIS – Elephant Trade Information System) erfasste zwischen August 2009 bis Juni 2011 nahezu vier Beschlagnahmungen pro Tag.

„Das Ausmaß des Elfenbeinschmuggels hat erschreckende Dimensionen angenommen“, sagt Robert Kless, Campaigner des IFAW (Internationalen Tierschutz-Fonds) in Hamburg. „Er bleibt für internationale kriminelle Syndikate eine Aktivität mit geringem Risiko und hohen Gewinnen.“

Zusammen mit INTERPOL wird der IFAW 2012 das Projekt WISDOM starten. Die INTERPOL-Einheit für Umweltverbrechen wird dabei in Afrika mehrere Operationen gegen den Elfenbeinschmuggel koordinieren, um diesen einzudämmen.

„Wir finanzieren diese Maßnahmen von INTERPOL“, so Kless weiter. „Sie sind für das Überleben der Elefanten sehr wichtig. Aber letztendlich wird nur ein komplettes Handelsverbot für Elfenbein den Elefanten dauerhaft helfen.“

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