1.050 km zu Fuß für die Rettung von Kenias Elefanten

Jim Nyamu war dieses Jahr schon ziemlich viel auf den Beinen. Als er letzten Samstag in Nairobi ankam, hatte er 1.050 km zu Fuß zurückgelegt - 1.050 km, um ein Zeichen für die Elefanten zu setzen und die Öffentlichkeit auf die zunehmende Bedrohung der Dickhäuter durch ausufernde Wilderei und Elfenbeinhandel aufmerksam zu machen.

Begonnen hat Jim seinen Marsch Mitte Mai im Masai Mara-Nationalpark und war anschließend fast sechs Wochen unterwegs. Nach Schätzungen des IFAW sind allein im Jahr 2011 zwischen 25.000 und 50.000 Elefanten von Wilderern getötet worden. Ostafrika und ganz besonders Kenia gelten mittlerweile als Hauptherkunftsort und als wichtigste Schmuggelroute für gewildertes Elfenbein - fast 3,5 Tonnen Elfenbein mit Verbindungen nach Kenia wurden im Januar 2013 aufgegriffen, davon zwei Tonnen im Hafen von Mombasa und eine aus Mombasa stammende Tonne in Hongkong. Vergangenen Monat beschlagnahmten Behörden in Dubai 259 Stoßzähne, die man in einem von Mombasa aus verschifften Container versteckt hatte.

„Fälle von Wilderei nehmen in Kenia zu - ein klares Indiz dafür, dass das Land zunehmend als Schmuggelroute genutzt wird“, so James Isiche Leiter des IFAW-Ostafrika. „Zwar begrüßt der IFAW das harte Vorgehen des kürzlich gewählten Präsidenten Uhuru Kenyatta gegen die Wilderei, u.a. in Form von hohen Strafen, es muss jedoch noch viel mehr mit anderen Elefanten-Verbreitungsstaaten zusammengearbeitet werden, um die Schmuggelrouten zu kappen.“

Steve Njumbi, Kampagnenleiter des IFAW-Ostafrika, verbrachte gestern im Rahmen der vom Elephant Neighbor's Centre organisierten Kampagne „Elfenbein gehört den Elefanten“ einen Tag an der Seite von Jim Nyamu. Der IFAW ist ein Hauptsponsor der Kampagne.

Jim Nyamu ist der Held für Kenias Elefanten.

"Millionen von Menschen haben den sympathischen Mann während seines Marschs dafür bejubelt, dass er aller Welt klar machen will, wie viel wertvoller für uns ein lebendiger Elefant ist als ein toter“, berichtet Njumbi.

„Die Bedrohung der Elefanten sollte jedem einzelnen Kenianer Sorgen bereiten. Man kann nicht immer nur die Behörden zur Verantwortung rufen, wenn es darum geht, gegen Wilderer und Schmuggler durchzugreifen. Jeder kann sich einbringen. Solche Aktionen wie die von Jim, die die Sache der Elefanten in die Öffentlichkeit tragen, machen letztendlich auch Gesetzgeber und Politiker darauf aufmerksam, wie wichtig der Schutz der Elefanten ist“, so Njumbi weiter.

Mit seinem derzeitigen Ruf als Umschlagplatz Nummer eins für illegales Elfenbein scheint sich Ostafrika wieder auf Zustände zuzubewegen, wie sie zuletzt in den 70er- und 80er-Jahren herrschten, als die Wilderei von Elefanten und Nashörnern ihre Blütezeit erlebte.

Das meiste illegale Elfenbein geht nach Asien, insbesondere nach China.

Dort ist Elfenbein mittlerweile zu einer lukrativen Anlageform geworden und wird als „weißes Gold“ hoch gehandelt. Lagerverkäufe von legalem Elfenbein von Südafrika nach China im Jahr 2008 haben die Nachfrage unbeabsichtigt weiter angeheizt und damit auch einen Nährboden für illegalen Handel und Wilderei geschaffen.

Der IFAW ist Mitglied des Kenya Elephant Forum, das Nyamus Marsch mitfinanziert hat. Das Kenya Elephant Forum besteht aus Wissenschaftlern, NGOs und Unternehmen, die den Elefantenschutz fördern.

Nyamu ist Mitte Mai im Masai Mara-Nationalpark aufgebrochen und beendete seine Reise am 29.6. in Nairobi, wo er mit über Tausend Menschen, darunter einige IFAW-Mitarbeiter, seine Ankunft in der Zentrale des Kenya Wildlife Service feierte.

Erfahren Sie mehr darüber, was der IFAW tut, um Elefanten wirksam zu schützen.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien