Öl-Pipeline bei Wladiwostok gefährdet die letzten Amur-Leoparden

Freitag, 4 Februar, 2005
Wladiwostok
Über den Plan Russlands, eine Öl-Pipeline durch das noch unberührte Rückzugsgebiet der letzten Amur-Leoparden im fernöstlichen Asien zu führen, sind Tier- und Naturschützer in aller Welt bestürzt. Der Bau der Pipeline hätte die endgültige Ausrottung dieser äußerst gefährdeten Großkatze und anderer seltener Arten zur Folge.
Der Amur-Leopard ist die am nördlichsten lebende Unterart des Leoparden. Er kommt nur noch in einem kleinen Gebiet zwischen der russischen Hafenstadt Wladiwostok und der chinesischen Grenze vor und gilt wegen seines langen Winterfells als der schönste Leopard. Bestand: 30 Tiere.
 
„Wilderer hätten die Art längst ausgerottet, wenn sich vor acht Jahren nicht eine Reihe bedeutender Tierschutz-Organisationen zu dem Hilfsprogramm ALTA (Amur Leopard and Tiger Alliance) zusammengetan hätten. Wir haben Anti-Wilderer-Truppen aufgestellt und dafür bisher schon 1,5 Millionen Dollar aufgewendet,“ erklärt Dr. Maria Vorontsova vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds).
 
Zu ALTA gehören neben dem IFAW auch die Wildlife Conservation Society of New York und die Zoological Society of London. 
 
Die russische Regierung hat den Plan für den Bau der Pipeline bereits gebilligt. Sie soll mit 4.130 Kilometern die längste der Welt werden und täglich 1,6 Millionen Barrel Öl von Zentralsibirien an die Küste am  Japanischen Meer transportieren. Kosten: 10 bis 15 Milliarden Dollar.
 
Dass die Pipeline mehrere unter Schutz stehende Gebiete durchläuft - am Ende auch das Unesco-Biosphärenreservat „Kedrovaja Pad“, den Lebensraum der Amur-Leoparden -, wird missachtet. Schon der Bau hätte verhängnisvolle Auswirkungen. Beim Betrieb steht, angesichts der niedrigen russischen Umwelt-Standards und der bekannt katastrophalen Handhabung von Pipelines, Schlimmeres zu befürchten.

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