Zuwachs im russischen Stepnoy-Wildtierreservat: Saiga-Antilopen haben Nachwuchs bekommen

Dank der Hilfe des IFAW konnten die Mitarbeiter des Stepnoy-Schutzgebiets gut sichtbare Schilder aufstellen, um alle nötigen Straßensperrungen in dem Gebiet zu kennzeichnen, in dem die Saigas ihre Kälber zur Welt bringen.

Den folgenden Bericht schickte uns Vladimir Kalmykov, Leiter des russischen Stepnoy-Schutzgebiets. - Maria (Masha) N. Vorontsova

Jedes Jahr Anfang Mai haben die Mitarbeiter des russischen Stepnoy-Schutzgebiets alle Hände voll zu tun, da die Saiga-Antilopen zu dieser Zeit ihre Kälber zur Welt bringen.

In den vergangenen fünf Jahren hatten starke Regenfälle immer zu einem guten Nahrungsangebot beigetragen. Gleichzeitig hatte das mäßig warme Wetter dafür gesorgt, dass keine Neugeborenen an Überhitzung oder Unterkühlung starben.

In diesem Jahr jedoch wurde das Schutzgebiet von orkanartigen Stürmen heimgesucht. Sie verwüsteten die Wanderpfade der Antilopen. Zudem gab es weniger Futter, da der Regen ausblieb. Diese Witterungsbedingungen führten dazu, dass sich nur 500 Saiga-Antilopen zum Kalben im Stepnoy-Schutzgebiet einfanden. Die meisten Kälber kamen in diesem Jahr aufgrund besserer Witterungsbedingungen westlich des Schutzgebiets im Staatlichen Naturreservat Chyornye Zemli in der Republik Kalmykien zur Welt. 

Kamerafallen fingen Fotos von den neugeborenen Saiga-Kälbern ein.

Zwar wurden nicht so viele Kälber wie in den Jahren zuvor im Schutzgebiet geboren, jedoch waren alle Kälber gesund. Alle Saigas, die ihre Kälber im westlich gelegenen Chyornye Zemil zur Welt gebracht hatten, kamen zehn Tage später zurück, nachdem sich das Wetter gebessert hatte.

Saiga-Antilopen gab es bereits, als noch Wollmammuts und Säbelzahntiger lebten. Und als eines der schnellsten Säugetiere kann die Saiga-Antilope über längere Zeit eine Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde halten. Leider ist sie wegen ihrer Hörner, die in der traditionellen Medizin verwendet werden, ein begehrtes Ziel von Wilderern. Aufgrund von Wilderei ging der Bestand der Saiga-Antilope in den letzten zehn Jahren um neunzig Prozent zurück.

Die in diesem Jahr geborenen Kälber liefern sich inzwischen bereits in der Steppe Wettrennen. Experten zufolge sind die Gesamtpopulation und die Überlebensrate ausgewachsener männlicher Saigas inzwischen wieder leicht gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem dem unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter des Stepnoy-Schutzgebiets und des Chyornye Zemli-Naturreservats sowie der Unterstützung des IFAW zu verdanken.

Dank der Hilfe des IFAW konnten die Mitarbeiter des Schutzgebiets gut sichtbare Schilder aufstellen, um alle nötigen Straßensperrungen in dem Gebiet zu kennzeichnen, in dem die Saigas ihre Kälber zur Welt bringen. Und sie konnten Maßnahmen zur Brandverhütung treffen. Dadurch wurde sichergestellt, dass die Tiere während der Zeit, in der sie ihre Kälber zur Welt bringen, keinesfalls gestört werden.

Vladimir Kalmykov

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit zum Schutz der seltenen Saiga-Antilopen.

Post a comment

Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität