Welt-Nashorn-Tag: Kein Grund zum Feiern

Dieses junge Nashorn ist ein Wilderei-Waise
Montag, 21 September, 2015
Hamburg

Solange Nashörner weltweit eine der am stärksten gewilderten Arten sind, kann der morgige Welt-Nashorn-Tag kein Anlass zum Feiern sein.
Laut den zuletzt veröffentlichten Zahlen des südafrikanischen Umweltministeriums wurden dieses Jahr bis zum 27. August bereits 749 Nashörner allein in Südafrika getötet, 544 davon in dem weltbekannten Krüger-Nationalpark.

Die Umweltministerin Edna Molewa sagte, dass Anti-Wilderer-Einheiten etwa drei Mal die Woche auf schwer bewaffnete Wilderer-Banden stießen. Innerhalb der ersten acht Monate diesen Jahres gab es über 1.600 bestätigte Aktivitäten von Wilderern in Südafrika.

„Wir nähern uns sehr schnell dem Wendepunkt, ab dem das Überleben der Nashörner nicht mehr möglich sein wird“, sagt Jason Bell, Regionaldirektor südliches Afrika des IFAW (International Fund for Animal Welfare). „Um diese verheerende Tendenz aufzuhalten, muss die internationale Gemeinschaft zusammenarbeiten. Südafrika muss mit Verbraucherländern wie Vietnam, Kambodscha und China kooperieren. Das ist die einzige Möglichkeit, das Töten zumindest zu verlangsamen.“

2014 wurde eine Rekordzahl von Nashörnern gewildert: 1.215 Tiere starben wegen ihres Horns, so viele, wie noch nie zuvor.
„In dieser höchst brisanten Situation ist jede Überlegung, den Handel zu legalisieren, brandgefährlich“, so Bell weiter.

Der illegale Wildtierhandel ist mit 20 Milliarden Euro Gewinn eines der lukrativsten kriminellen Geschäfte weltweit. Er rangiert in einer Liga mit internationalen Verbrechen wie dem Handel mit Drogen, Menschen und der Produktpiraterie.

Achtung: Copyright Foto: IFAW/D. Willets

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