US-Regierung zerstört eine Tonne Elfenbein in New York

Elfenbeinzerstörung auf den Philippinen
Donnerstag, 18 Juni, 2015
Hamburg

Die US-Regierung zerstört morgen, Freitag, den 19. Juni, über eine Tonne beschlagnahmten Elfenbeins am Times Square in New York, um ein Zeichen gegen die Elfenbeinwilderei und den illegalen Wildtierhandel zu setzen. Um 10.30 Uhr beginnt die öffentliche Veranstaltung, die der US Fish and Wildlife Service in Zusammenarbeit mit Artenschutzorganisationen wie dem IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) durchführt.

„Die USA gehören zu den größten Elfenbeinkonsumenten weltweit und es ist unabdingbar, auch den US-Markt für Elfenbein zu schließen, wenn wir die Elefanten retten wollen“, so Robert Kless, Kampagnenleiter des IFAW-Deutschland.

Fast 80 Prozent der Amerikaner sind für ein komplettes Verbot des Elfenbeinhandels. Die gesetzlichen Regelungen lassen einige Ausnahmen zu, die schwer zu kontrollieren sind. Das führt dazu, dass immer wieder illegales Elfenbein in Form von Schnitzereien, Stoßzähnen, Schmuck und Trophäen aufgegriffen wird. Die Zahl der beschlagnahmten Elefantenprodukte ist seit 2009 sogar um 20 Prozent gestiegen.

2013 hatte die US-Regierung bereits sechs Tonnen Elfenbein in Denver geschreddert. Letztes Jahr kündigte die Obama-Administration an, den kommerziellen Handel mit Elfenbein komplett, ohne Ausnahmen, verbieten zu wollen.

China, eines der größten Abnehmerländer für Elfenbein, vernichtete erst kürzlich Elfenbeinbestände und erklärte, das Land werde den Elfenbeinhandel schrittweise beenden, um die Elefanten zu schützen. In den letzten zwei Jahren zerstörten mehrere Länder öffentlichkeitswirksam große Mengen Elfenbeins, darunter Belgien, Tschad, China und Hongkong, Äthiopien, Gabun, Frankreich, Kenia, Philippinen, Vereinigte Arabische Emirate, Großbritannien und die USA.

„Auch Deutschland sollte sich dieser Initiative anschließen und durch die öffentliche Vernichtung beschlagnahmten Elfenbeins ein Zeichen gegen Wilderei und illegalen Elfenbeinhandel setzen“, fordert Kless. „Eine solche Aktion haben wir bereits gemeinsam mit anderen Organisationen von der Bundesregierung gefordert, bisher leider ohne Erfolg.“

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