Treffen der Internationalen Walfangkommission: Mit Japans Walfang muss endlich Schluss sein

Es ist das erste Treffen der IWC, seitdem Japan trotz des Verbots des Internationalen Gerichtshofs von 2014 den Walfang in den arktischen Gewässern wiederaufgenommen hat. Foto: © Sea Life Surveys/R. FairbairnsNächste Woche treffen sich Regierungsvertreter aus aller Welt zur 66. Tagung der Internationalen Walfangkommission in Portorož, Slowenien. Dies ist das erste Treffen, seitdem die japanische Walfangflotte in die Antarktis zurückkehrte, um Wale zu töten, nachdem der Internationale Gerichtshof ihre früheren Walfangaktivitäten für illegal erklärt hatte.

Während der Saison 2015/2016 töteten japanische Walfänger 333 Zwergwale - darunter 200 trächtige Weibchen. Japan tat dies trotz der Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs von 2014, die besagt, dass der japanische Walfang illegal ist und nicht, wie von Japan behauptet, wissenschaftlichen Zwecken dient.

 

Deshalb will der IFAW bei dem Treffen Druck ausüben und gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen und den Mitgliedsstaaten, die Walschutz befürworten, wegweisende Beschlüsse zur Beendigung des japanischen Walfangs in der Antarktis und im Nordpazifik durchsetzen.

Im Vorfeld des Treffens fordern wir die Regierungen der Mitgliedsstaaten, die Artenschutz ernst nehmen, auf, sich für die Beendigung des grausamen und sinnlosen japanischen Walfangs einzusetzen.

Und der Gegendruck gegen den Walfang Japans wächst: Beim Treffen der Weltnaturschutzunion IUCN Anfang letzten Monats auf Hawaii wurde die Tötung von Walen durch Japan unter dem Deckmantel der Wissenschaft mit einer überwältigenden Stimmenmehrheit von 95 Prozent verurteilt.

Außerdem wurde bei dem IUCN-Treffen die Errichtung eines neuen Schutzgebiets für Wale im Südatlantik vorgeschlagen. Während alle Länder in der Region die Errichtung des Schutzgebiets im Südatlantik für Wale befürworten, wollen Walfänger dies mit aller Kraft verhindern.

Wir sind fest überzeugt, dass der IWC für den weltweiten Schutz von Walen eine wichtige Rolle spielen kann. Das Treffen kommende Woche bietet die Möglichkeit, den angeblich wissenschaftlichen Walfang Japans zu stoppen und die IWC in ein zukunftsweisendes Gremium für den Schutz der Wale zu verwandeln.

Fordern Sie deshalb die deutsche Regierung auf, sich auf dem IWC-Treffen gegen den angeblich wissenschaftlichen Walfang und für die Schaffung eines neuen Walschutzgebiets einzusetzen.

Sharon Livermore

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
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Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
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Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
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Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
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Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Jason Bell, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Sonja Van Tichelen, Vizepräsident für internationale Koordination
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Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien