Schlappe für Namibia bei CITES Konferenz: Teilnehmer wollen über Schließung nationaler Elfenbeinmärkte verhandeln

Montag, 26 September, 2016
Johannesburg

Schlappe für Namibia bei CITES Konferenz: Teilnehmer wollen über Schließung nationaler Elfenbeinmärkte verhandeln

Auf der Artenschutzkonferenz (CITES) in Johannesburg beschlossen die Delegierten heute, dass weiterhin über die Schließung nationaler Elfenbeinmärkte verhandelt werden soll. Namibia hatte gefordert, den entsprechenden Antrag fallen zu lassen.

Die USA sprachen sich dafür aus, den Antrag beizubehalten, da es einen klaren Zusammenhang zwischen nationalem und internationalem Handel gäbe. Gerade am Beispiel der Elefanten würde dieser Zusammenhang besonders deutlich.

„Wir haben Beweise, dass die Schließung nationaler Märkte funktioniert“, so Grace Gabriel, Regionaldirektorin des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in China, zurzeit als Beobachterin auf der CITES Konferenz. „Deshalb sind wir froh, dass wir in der CITES Arbeitsgruppe sind und unsere Erkenntnisse einbringen können.“

Überraschend schlossen sich Malawi und Mosambik der Forderung von Botswana und Angola an, nationale Märkte für den Elfenbeinhandel zu schließen.

„In 2011 wurden Elfenbein und Rhinozeroshorn in China als Investmentobjekte gehandelt. Das trieb die Preise in Rekordhöhe. Der Umfang des Elfenbeinhandels auf Auktionen stieg auf 95 Millionen US-Dollar an – eine Steigerung um 170 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Hinweisen des IFAW verbot die chinesische Regierung die Versteigerung von Elefantenelfenbein, Rhino-Horn und Tigerknochen. Eine 2014 durchgeführte Studie zeigte, dass der Auktionshandel mit Elfenbein nach dem Verbot in 2012 um 90 Prozent zurückgegangen ist.

„Der entschlossene Schritt Chinas, Teile des nationalen Elfenbeinmarktes zu schließen, zeigt, dass Handelsverbote sofortige und erhebliche Auswirkungen auf den Handel haben. Deshalb ist es so wichtig, dass dieser Antrag auf der Konferenz weiterverhandelt und angenommen wird“, so Gabriel weiter.

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