Noch immer Massentötungen von Hunden auf Bali

Der IFAW freut sich über die Zusammenarbeit mit der Bali Animal Welfare Association, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Gemeinden für die Notwendigkeit einer besseren Versorgung von Hunden und Katzen zu sensibilisieren. Bali ist eine Insel voller Widersprüche. Sie besitzt so viel Schönheit und freundliche Menschen. Gleichzeitig ist Bali für die vielen zum Tode verurteilten Hunde alles andere als ein freundlicher Ort.

In der einen Woche, in der ich dort war, habe ich zahlreiche Berichte über die sinnlosen hier überall stattfindenden Massentötungen der Regierung gehört.

Dabei wurde auch ein Hund zuhause im Garten seines Besitzers getötet. Er war der zutraulichste der vier Hunde und lief den Männern freudig entgegen, als sie - mit Giftpfeilen bewaffnet - den Garten betraten. Die Massentötungen waren von einem Ortsvorsteher angeordnet worden, der sich mit den Anwohnern entzweit hatte.

Die Familie war zutiefst erschüttert. Dass die Regierung den Fehler eingestand, ist für sie kein Trost, denn es bringt ihren geliebten Hund nicht zurück.

 

Außerdem erfuhren wir, dass am Strand eine Hündin lebte, die ihre Welpen vor einer Apotheke bekommen hatte. Um ihre Sicherheit besorgt, hatten Anwohner versucht, ihr Versteck mit Pappe gegen Blicke abzuschirmen und ihr so einen Rückzugsort zu verschaffen. Sie fürchteten dennoch, jemand könnte ihr etwas tun.

Als wir schließlich im strömenden Regen am Strand ankamen, ließ die besorgte Mutter niemand in die Nähe ihrer Welpen. Wir mussten daher warten, bis Mitarbeiter unserer Partnerorganisation, der Bali Animal Welfare Association, eintrafen, um die Hunde zu versorgen.

Unglücklicherweise rollte einer der einen Tag alten Welpen aus seinem Unterschlupf und verfing sich mit dem Kopf im Henkel einer Plastiktüte. Er versuchte verzweifelt, sich freizustrampeln, um zurück zu seiner Mama zu gelangen.

Wir hielten den Atem an und beobachteten, wie die Hundemama zärtlich leckte, zog und jaulte, um ihr Baby anzufeuern, sich mehr anzustrengen. Als sich der Welpe schließlich befreite, sah ich, wie alle sechs Angestellte der Apotheke am Fenster klebten und begeistert jubelten. Wir lachten und unsere Freude und Erleichterung über Kultur- und Sprachbarrieren hinweg verband uns in diesem Moment miteinander.

Augenblicke wie diese erinnern mich daran, dass es dort, wo großes Tierleid herrscht, immer auch Menschen gibt, die Tiere lieben und ihnen helfen. Das gibt mir Hoffnung, denn mein Besuch auf Bali diente auch dazu, gemeinsam mit Partnerorganisationen, ein neues gemeindeorientiertes Programm ins Leben zu rufen, das für eine bessere tierärztliche Versorgung und Aufklärung in den Dörfern sorgt. Denn letztlich bedarf es der Unterstützung der Menschen vor Ort, um die Lebenssituation der Tiere zu verbessern. Und das wollen wir erreichen.

Kate Nattrass Atema

Rufen Sie die Regierung Balis auf, die Massentötungen von Hunden zu beenden. 

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Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
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Senior-Berater Strategische Partnerschaften