Nashornkalb in Indien vor den Fluten gerettet

Mitarbeiter des tierärztlichen Rettungsteams tragen das Nashornkalb einen Hügel hinauf, nachdem sie es ans Flussufer gebracht haben.Unser indisches Wildtierrettungszentrum, das wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Wildlife Trust of India betreiben, hat gestern ein männliches Nashornkalb aufgenommen. Es war durch die Monsunfluten im Kaziranga-Nationalpark aus seinem Lebensraum vertrieben worden. Das Kalb wurde von Mitarbeitern der Forstbehörde gerettet und gestern Nachmittag von unserem tierärztlichen Rettungsteam ins Wildtierrettungszentrum gebracht.

Mitarbeiter der Forstbehörde hatten zuvor ihre Kollegen vor Ort darüber informiert, dass auf der Insel Hatibalu im Brahmaputra ein Nashornkalb gefunden worden war. Das Team aus Burhapahar war sofort per Boot zur Stelle und rettete das Kalb. Auch unser tierärztliches Rettungsteam machte sich sofort auf den Weg und untersuchte das Nashornkalb direkt auf dem Boot.

„Dem Kalb geht es gesundheitlich schlecht. Es ist ausgehungert und hat eine Lungeninfektion“, stellte unser leitender Tierarzt Dr. Choudhury fest. „Es benötigt intensive Behandlung. In Absprache mit der Forstbehörde beschlossen wir, es ruhig zu stellen, um es ins Rettungszentrum zu bringen.“

Das Nashornkalb kommt im Wildtierrettungszentrum langsam wieder zu Kräften.

 

Tierärzte behandeln die infizierte Lunge des Nashornkalbs und versorgen seine Wunden mit Salbe.

Derzeit wird das Kalb im Wildtierrettungszentrum auf der Jungtierstation für Großtiere versorgt. Bis sich sein Zustand stabilisiert, ist ständig ein Pfleger in seiner Nähe.

Zusätzlich nahm das Rettungszentrum letzte Woche auch zwei männliche Elefantenkälber auf. Die beiden, die ein Jahr beziehungsweise drei Monate alt sind, waren durch die steigende Flut in der Nähe des Nameri-Nationalparks und der Charduar-Range von ihren Herden getrennt worden.

Wie Vertreter des Kaziranga-Nationalparks berichteten, geht die Flut inzwischen zurück. Schätzungen zufolge sollen 58 Tiere bei den Überschwemmungen in Assam ums Leben gekommen sein. Doch glücklicherweise konnten auch über 100 Tiere gerettet werden.

Rupa Gandhi Chaudhary

 

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