Nashorn-Horn-Auktion kein Erfolg!

Vom 23. bis 25. Juli 2017 versteigerte der weltweit größte Nashornzüchter John Hume 264 Nashorn-Hörner online. Nach einigem juristischen Tauziehen hatte die südafrikanische Regierung den Verkauf schließlich erlaubt. Es war der erste legale Verkauf von Rhino-Horn, seit im April dieses Jahres der Oberste Gerichtshof in Südafrika der Klage von Nashornzüchtern stattgegeben hatte, die sich gegen das gesetzliche Verbot des Handels mit den Hörnern gewandt hatten.

Natur- und Artenschützer und auch der IFAW kritisierten die Auktion, da wir befürchten, dass jeder legale Verkauf die Nachfrage und somit die Wilderei anheizt und die Nashörner der Ausrottung noch näher bringt. Weltweit berichteten die Medien, zumeist kritisch, über den anstehenden Verkauf und IFAW-Experten äußerten ihre Bedenken auf BBC, CNN, VOX, RTL und in vielen weiteren internationalen Medien. Kurz vor Beginn der Auktion wurde sogar die Webseite von Gegnern des Verkaufs gehackt.

In einer offiziellen Stellungnahme nach Ende der Auktion beklagte Züchter Hume, dass der Verkauf „enttäuschend“ war und beschuldigte die südafrikanische Umweltministerin Edna Molewa, dafür verantwortlich zu sein, da sie notwendige Genehmigungen erst in letzter Minute und nur aufgrund eines Gerichtsbeschlusses ausgestellt habe. So hätten die Käufer zu wenig Zeit gehabt, sich zu registrieren. Das Umweltministerium habe seiner Meinung nach alles getan, um die Auktion zu behindern und Käufer abzuschrecken. Hume veröffentlicht keine Zahlen oder Informationen über die Käufer, sagte aber, es seien sehr wenige gewesen und er nannte auch keine Preise, für die das Horn versteigert wurde. Er ist aber leider entschlossen, weitere Versuche zu starten, die Hörner zu verkaufen.

Der IFAW begrüßt die Tatsache, dass sich nur so wenige Menschen an diesem inakzeptablen Geschäft beteiligt haben. Die Legalisierung des Handels wird die Nachfrage nicht senken. So lange legale Märkte existieren, werden Kriminelle versuchen, illegales Horn einzuschleusen. Es existieren keine Kontrollmechanismen, die das verhindern könnten. Je weniger Nashorn auf dem Markt ist, desto besser.

Dörte von der Reith

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW zum Schutz bedrohter Arten.

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
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Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
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Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
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Robert Kless, Leiter IFAW Deutschland
Leiter IFAW Deutschland
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie