'Motion for the Ocean' – Antrag zum Schutz der Wale bei der Weltnaturschutzunion IUCN verabschiedet

Die Weltnaturschutzunion verurteilt das von Japan betriebene Töten der Wale unter dem Deckmantel der WissenschaftExperten weltweit stimmten mit überwältigender Mehrheit gegen Japans sogenannten Walfang zu Forschungszwecken in Antarktis und Nordpazifik.  

Der Antrag verurteilte den unter dem Deckmantel der Wissenschaft stattfindenden japanischen Walfang mit einer Stimmenmehrheit von 95 Prozent bei einer Abstimmung während des in Honolulu auf Hawaii stattfindenden Kongresses der Weltnaturschutzunion IUCN.

Die Anti-Walfang-Bewegung fordert vor allem Japan auf, die systematische Tötung aus seinen Walforschungsprogrammen zu streichen, bestehende Ausnahmegenehmigungen der japanischen Regierung zur Tötung von Walen zum Zwecke angeblich wissenschaftlicher Forschung zu widerrufen und die Ausstellung neuer Sondergenehmigungen zu stoppen. 

LESEN SIE: Erklärung:  Ist der Walfang Japans in der Antarktis illegal? (Englisch)

Der internationalen Staatengemeinschaft ist allgemein bekannt, dass Japan die Genehmigungen zum sogenannten wissenschaftlichen Walfang nur erteilt, um das seit 1986 gültige weltweite Verbot des kommerziellen Walfangs zu umgehen.

Alarmierend ist dabei, dass Japan seit Inkrafttreten dieses Moratoriums zum kommerziellen Walfang durch das Schlupfloch des wissenschaftlichen Walfangs fast 16.000 Wale getötet hat. Diese Tötungen sind grausam und unnötig, und sie stellen eine Missachtung des Walfangverbots und der jüngsten Entscheidung des weltweit höchsten Gerichts, des Internationalen Gerichtshofes dar, der erklärte, der Walfang in Japans verfolge keine 'wissenschaftlichen Zwecke'.

Zusammen mit gleichgesinnten NGOs unterstützte der IFAW diesen wichtigen Antrag beim Bewertungsverfahrens der Weltnaturschutzunion IUCN, und das Ergebnis spricht Bände.

Wieder einmal wurde Japan auf internationaler Ebene verurteilt.

Die Anerkennung dieses Antrags durch das weltgrößte Naturschutz-Netzwerk kann als Erfolg für Schutz und Wohlergehen der Wale gefeiert werden und stellt somit ein weiteres Hindernis für den grausamen und nicht zeitgemäßen Walfang Japans dar. Vielleicht führt genau dies im 21. Jahrhundert zu einem längst notwendigen Umdenken in japanischen Forschungsprogrammen und ermöglicht das Studium lebender Wale. 

--SL 

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