Klimawandel erfordert Hilfseinsätze in der Mongolei und in Somalia

Der Klimawandel hat Regionen wie die Mongolei und Somalia schwer getroffen. Der IFAW finanzierte deshalb die Futterversorgung der hungernden Tiere.Der IFAW leistete kürzlich Notfallhilfe für die Tiere in der Mongolei und in Somalia - zwei der vom Klimawandel am stärksten betroffenen Länder. In der Mongolei folgen auf extrem heiße Sommer eisige Winter, in denen es zu verheerenden Winterstürmen (sogenannten Dsuds) kommt - mit verheerenden Auswirkungen für die Tierpopulationen. Und in der somalischen Region Somaliland herrscht aufgrund der andauernden Dürre Hungersnot.

Die klimatischen Bedingungen haben erheblichen Einfluss auf die Natur, was für das Leben von Wildtieren, Haustieren und natürlich auch das der Menschen gravierende Konsequenzen hat.

Futtervorräte für die hungernden Tiere wurden in die Mongolei geschickt.

Der IFAW hat Notgelder bereitgestellt, um das Vieh in beiden Ländern zu versorgen. Unsere Partnerorganisation Cambridge Mongolia Development Appeal (CAMDA) schildert in ihrem Bericht, dass für stark unterernährte Tiere Mineralblöcke und Milchaustauscher verteilt wurden, da Kälber, die kurz nach dem Dsud geboren wurden, zu verhungern drohten, weil ihre Mütter keine Milch produzieren konnten.

Der IFAW und andere Gruppen verteilen Heu und Weizenkleie an die Menschen vor Ort.

Tierärzte ohne Grenzen Deutschland, die Somaliland Veterinary Association (SOVA), die Landwirtschaftsbehörde und andere lokale Einrichtungen arbeiteten mit dem IFAW zusammen, um Heu und Weizenkleie an die Tiere zu verteilen. Etwa 4.000 Kilogramm Heu wurden bisher an Viehhalter ausgegeben. Und in den kommenden Wochen werden noch mehr Vorräte verteilt.

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen des Klimawandels zwingen uns unsere Definition des Begriffs "normal" im Hinblick auf Naturkatastrophen auszudehnen. In den letzten Jahren mussten wir im Zusammenhang mit Katastrophen auf der ganzen Welt bereits häufig das Wort "extrem" benutzen. Aber wann wird etwas zur Normalität, was früher noch als Extrem galt?

Die Dsuds in der Mongolei und die Dürren in Somaliland sind nur zwei von vielen Beispielen, an denen wir sehen, dass Tiere und Menschen verheerende Konsequenzen durch extreme Wetterbedingungen erleiden müssen, und dies leider mittlerweile zur Normalität gehört.

Gemeinsam mit lokalen Partnern setzen wir uns deshalb dafür ein, die negativen Folgen für Tiere durch die neue „Normalität" so gering wie möglich zu halten. Und wir bereiten uns auf das Schlimmste vor.

Shannon Walajtys

Erfahren Sie mehr über die Tierrettungsarbeit des IFAW.

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
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Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
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Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
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Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität