Je suis Charlie

Wie fast jeder seit dem 07. Januar 2015 überall auf der Welt weiß, wurde unser Land Frankreich und insbesondere die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo Ziel eines terroristischen Anschlags.

Das Magazin ist hier in Frankreich sehr bekannt für seine satirischen Zeichnungen. Wahrscheinlich haben viele von Ihnen all die Menschen in den Nachrichten gesehen, die einen Stift in der Hand hielten. Vielleicht tun dies auch Menschen in Ihrer Stadt. Vielleicht sind Sie sogar selbst einer von ihnen.

Als französische Bürgerin bin ich absolut schockiert.

Da ich im französischen IFAW Büro die Pressearbeit koordiniere, fühle ich mich aus folgenden Gründen besonders betroffen:

  • Charlie Hebdo ist die einzige Zeitschrift in Frankreich, die eine ständige Rubrik zum Thema Tiere hat. Dies zeigt, dass die getöteten Karikaturisten vor allem auch Menschlichkeit auszeichnete. 2012 berichtete Charlie Hebdo über den IFAW Notfalleinsatz nach dem Tsunami im japanischen Fukushima.
  • In unserer Welt muss ein Thema in den Medien präsent sein. Aus diesem Grund sind wir stets bestrebt, die Öffentlichkeit mit so vielen Bildern und Informationen wie nur möglich zu versorgen. Einige unserer Kollegen nehmen große Gefahren auf sich, um diese Bilder zu beschaffen. Und genau wie Journalisten übernehmen auch wir beim IFAW eine große Verantwortung, wenn wir diese Bilder und Informationen veröffentlichen.
  • Keiner unserer Siege hätte ohne Presse- und Meinungsfreiheit errungen werden können. Deshalb möchte ich meine Solidarität mit den getöteten Journalisten und mit allen Journalisten weltweit zum Ausdruck bringen – auch wenn mir dies nicht ausreichend zu sein scheint.
  • Alles auf dieser Welt ist miteinander verbunden: nicht nur demonstrierende Menschen auf den Straßen weltweit, sondern auch die Kriminellen. Aus unseren Recherchen wissen wir, dass Menschen, die illegalen Wildtierhandel betreiben, häufig auch mit Waffen- und Drogenhändlern zusammenarbeiten. Und es hat sich gezeigt, dass gewalttätige Gruppen wie Terroristen sich oft über illegalen Elfenbeinhandel finanzieren.

Ich war 2012 dabei, als in Kamerun Elefanten grausam abgeschlachtet wurden. Ich habe selbst das Rattern der Kalashnikovs gehört Die Schüsse beim Attentat auf Charlie Hebdo hatten genau den gleichen Klang.  

Dies Ereignis ist eine grauenhafte Erinnerung daran, dass alles auf dieser Welt miteinander verbunden ist und daran, wie wichtig Journalismus für unsere Gesellschaft ist.

Die Konsequenz für mich: Je suis Charlie.

Julie Landry

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
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Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
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Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
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Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
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Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Jason Bell, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Sonja Van Tichelen, Vizepräsident für internationale Koordination
Vizepräsident für internationale Koordination
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien