IWC: Mehr Schutz für Wale und Delfine

Nun ist nicht alleine die IWC Zuständig
Dienstag, 16 September, 2014
Portoroz, Slowenien

Heute Morgen hat die Vollversammlung der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) für einen besseren Schutz aller Wal- und Delfinarten gestimmt.

Die Resolution von Monaco will einen weltweit stärkeren Schutz für die über 80 Wal- und Delfinarten und insbesondere für die wandernden Arten erreichen, indem sie anderen internationalen Gremien ermöglicht, sich auch mit dem Thema Walschutz zu befassen.

„Wir freuen uns sehr, dass diese für den Wal- und Delfinschutz wichtige Resolution angenommen wurde“, sagt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) bei der IWC-Konferenz. „Ziel ist eine bessere internationale Zusammenarbeit zum Schutz aller Wale und Delfine und, dass das Thema nicht ausschließlich in der IWC verhandelt wird. Das ist besonders für die Kleinwale wichtig, da insgesamt nur 17 Großwalarten von 81 Wal- und Delfinarten bei IWC Entscheidungen berücksichtigt werden.“

Am zweiten Tag der 65. Walfangkonferenz stimmten 37 Länder für die Resolution, 15 dagegen und sieben enthielten sich.

„Es ist schade, dass Japan und andere den Walfang unterstützende Länder sich nicht für eine Unterstützung dieser Resolution durchringen konnten“, so Sonntag weiter. „Es stehen im Laufe dieser Woche noch weitere wichtige Entscheidungen für den Walschutz an, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Gerichtsurteil des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das den Walfang Japans rund um die Antarktis für illegal erklärt hat. Wir hoffen, dass dann auch eine Mehrheit der Länder für einen besseren Walschutz stimmen wird.“

Im März 2014 hatte der Internationale Gerichtshof geurteilt, dass Japans wissenschaftliches Walfangprogramm in der Antarktis illegal ist und beendet werden muss. Japan hatte zunächst erklärt, sich an das Urteil halten zu wollen und seinen Walfang in der Antarktis eingestellt. Nun ließ Japan verlauten, dass es seinen sogenannten wissenschaftlichen Walfang rund um die Antarktis wieder aufnehmen wolle und entwickelt eigens zu diesem Zweck ein neues Forschungsprogramm.

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