IUCN will Elefanten durch Schließung der Elfenbeinmärkte vor Wilderei bewahren

Heute sprachen sich die Teilnehmer des IUCN Weltnaturschutzkongresses in Honolulu für die Schließung aller Binnenmärkte für Elfenbein aus. Der IFAW unterstützt mit allen Kräften diese Bewegung zusammen mit anderen Organisationen wie der US-amerikanischen Wildlife Conservation Society, der Tierschutzorganisation Humaine Society International und dem Natural Resources Defense Council.  

Das Thema Elfenbeinverbot war zuvor von den IUCN-Mitgliedern bei einem Gruppentreffen im Rahmen des Kongresses heiß diskutiert worden. Dort hatten mehrere Länder versucht, Aussagekraft und Wirkung der Bestrebungen zu schwächen. Die IUCN-Mitglieder setzen sich aus Vertretern aus über 1300 Ländern sowie Repräsentanten von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Glücklicherweise stimmte am Ende die Mehrheit dafür, sich gegen die große Bedrohung wildlebender Elefanten stark zu machen.

Mittlerweile wird etwa alle 15 Minuten ein Elefant wegen seines Elfenbeins von Wilderern getötet. Auch wenn der Beschluss der IUCN-Mitglieder nicht bindend ist, zeigt er das weltweite Bestreben, die Krise der Elefantenwilderei durch Schließung der Elfenbeinmärkte anzugehen.

Gleichzeitig ist es den Ländern jederzeit freigestellt, selbst aktiv zu werden. So kürzlich geschehen in den Vereinigten Staaten, die Bestimmungen verabschiedeten, Import, Export und Binnenhandel mit Elfenbein - abgesehen von wenigen Ausnahmen - zu verbieten. Außerdem beschlossen fünf US-Bundesstaaten, sowohl den innerstaatlichen Handel mit Elfenbein und/oder anderen Wildtiererzeugnissen zu verbieten. 

Der IFAW hofft, dass diese neue IUCN-Resolution weitere Länder ermuntern wird, diesem Beispiel zu folgen.

Daneben wurden auf dem alle vier Jahre stattfindenden IUCN-Treffen weitere wichtige Resolutionen zum Schutz von Wildtieren verabschiedet. Hierzu gehören unter anderem der Schutz aller Schuppentierarten, die Beendigung des angeblich "wissenschaftlichen Walfangs" in der Antarktis und im Nordpazifik und die Beendigung der Zucht und Jagd von in Gefangenschaft gehaltenen Löwen  für die Gatterjagd in Südafrika.

Jeffrey Flocken

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