Island beendet Finnwalfang für diese Saison

146 Finnwale wie dieser wurden diesen Sommer in Island getötet.
Mittwoch, 26 September, 2018
Hamburg

Kristian Loftsson, Geschäftsführer der isländischen Walfangfirma Hvalur hf, hat das Ende der Walfangsaison auf Finnwale bekannt gegeben. Seit Juni hat seine Firma 146 Finnwale getötet.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass 146 bedrohte Finnwale für sterben mussten, weil Herr Loftsson sich weigert den grausamen und unnötigen Walfang einzustellen“, sagt Andreas Dinkelmeyer, Campaigner der Meeresschutzkampagne des IFAW (International Fund for Animal Welfare). „Die isländische Regierung muss diesen veralteten und unökonomischen Walfang endlich beenden“.

Kristjan Loftsson, Chef von Hvalur hf, der einzigen Firma, die Finnwalfang in Island betreibt, durfte laut isländischen Behörden bis zu 238 Finnwale in dieser Saison töten. 2015 wurden zuletzt 155 der Wale in seinem Namen harpuniert, hauptsächlich für den japanischen Markt.

Im Sommer gab es einen internationalen Aufschrei, nachdem bekannt wurde, dass Mitarbeiter der Walfangfirma Hvalur hf am 7. Juli einen Hybrid (Kreuzung) zwischen Blau- und Finnwal gefangen hatten.

Blauwale sind die größten lebenden Säugetiere auf unserem Planeten. Sie sind laut internationaler Vereinbarungen seit 1966 geschützt, nachdem kommerzieller Walfang diese Walart auch im Nordatlantik extrem reduziert hatte. Auch der internationale Handel mit ihnen oder Teilen von ihnen ist verboten. Das internationale Handelsverbot für Blauwale gilt auch für Hybride. Wie Blauwale dürfen auch sie nicht von Japan, dem einzigen Handelspartner für Loftsson, importiert werden.

In Island wird kein Finnwalfleisch konsumiert, das gesamte Fleisch ist daher für den Export nach Japan vorgesehen.

Neben der Jagd auf Finnwale werden in Island auch Zwergwale harpuniert. Deren Fang hatten die Walfänger schon im Juli nach sechs getöteten Zwergwalen beendet. Als Grund gaben die Walfänger zu hohe Kosten an.

Mehr Informationen

Post a comment

Pressekontakt

Andreas Dinkelmeyer
Telefon:
+49 (0)40 866 500 15
Mobiltelefon:
+49 (0)173 622 75 39
E-Mail:

Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz