IFAW startet Hightech-Pilotprojekt zur Bekämpfung der Elefantenwilderei

IFAW startet High-Tech-Projekt zum Schutz der Elefanten
Dienstag, 17 März, 2015
Hamburg

Im Kampf gegen die Elfenbeinwilderei lancieren die kenianische Regierung und der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) das gemeinsame Projekt „tenBoma“. Mittels einer neuartigen Daten-Plattform und dem Einsatz moderner Technologie wie Drohnen und Satellitenbildern werden Wilderei bezogene Informationen gesammelt und analysiert. Die so gewonnenen Informationen, sowie gezielte Hinweise von Informanten aus den betroffenen Gemeinden, sollen helfen, wirksamer gegen Wilderer vorzugehen, bevor sie zuschlagen können.

„Diese Zusammenarbeit nutzt innovativ die stärkste Waffe, die wir im Kampf gegen Wilderer haben: Daten und Informationstechnologie“, so Robert Kless, Leiter der Wildtierhandelskampagne des IFAW-Deutschland. „Das Hauptaugenmerk lag zu lange vornehmlich auf der Beobachtung der Tiere und den Handelswegen von Wildtierprodukten. Den Netzwerken, die hinter dem illegalen Handel stehen, wurde nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet. Diese Lücke soll das tenBoma-Projekt jetzt schließen.“

In der ersten Phase des Projekts werden die Ranger des Kenia Wildlife Service (KWS) geschult und mit der nötigen Ausrüstung ausgestattet, die sie zur Erfassung relevanter Daten benötigen. Schritt zwei sieht die Einrichtung einer Datenplattform vor, die Informationen sammelt, analysiert und verbreitet, um Wilderei bezogene Indikatoren zu identifizieren. So gewonnene Erkenntnisse sollen die Ranger in die Lage versetzen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um Wilderer zu verhaften, bevor sie Elefanten oder andere Wildtiere töten können.

tenBoma basiert auf der so genannten Geospatial Intelligence (GEOINT), wörtlich „raumbezogene Aufklärung“, ein neuer Zweig der nachrichtendienstlichen Aufklärung. Ziel ist es, aus der Auswertung von Bildern und raumbezogenen Informationen (Geodaten) relevante Erkenntnisse zur Bekämpfung illegaler Aktivitäten zu gewinnen.

„Dies ist ein sehr wichtiges Projekt für den Kenia Wildlife Service“, sagt William K. Kiprono, Direktor des KWS. „Zu häufig kommen unsere Ranger zu spät und stehen vor Elefantenkadavern. Dieses Projekt könnte uns die nötigen Informationen liefern, die wir brauchen, um zuerst zuzuschlagen. Ich wiederhole noch einmal, was unser Präsident Uhuru Kenyatta bei der Verbrennung von Elfenbein am 3. März gesagt hat: Wilderer und Wildtierhändler werden in Kenia nicht das letzte Wort haben.“

tenBoma ist die jüngste Entwicklung im Bemühen des IFAW, jedes Glied in der Kette des illegalen Wildtierhandels zu zerschlagen. Der IFAW finanziert Anti-Wilderer-Patrouillen in Afrika, unterstützt INTERPOL und Regierungen bei gemeinsamen Razzien, schult Zollbeamte in Transitländern und führt Aufklärungskampagnen in China zur Reduzierung der Elfenbein-Nachfrage durch.

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