Hundetransport von Bosnien nach Deutschland: Schließung des Tierheims

Dogs in Bosnia

Der IFAW bringt in den kommenden Wochen Hunde aus einem Tierheim in Bosnien und Herzegowina nach Deutschland. Unsere Partnerorganisation Streunerglück vermittelt die Hunde an neue Besitzer. Dies ist der erste Blog-Beitrag einer Serie, die den Transport der Hunde nach Deutschland begleitet.

Das Tierheim in Jajce — einer kleinen Stadt in Bosnien und Herzegowina — ist ein trauriger Ort. Die Hunde leben dort angekettet, ihr einziger Unterschlupf sind zerfallene Hundehütten. Sie haben keine regelmäßige tierärztliche Betreuung und kaum Chancen, ein Zuhause zu finden. Einige der Hunde sind schon seit Jahren dort. Manche wurden sogar dort geboren.

Die Gemeinde Jajce hat nun beschlossen, das Tierheim zu schließen. Deshalb können die Hunde dort nicht mehr bleiben.

Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren mit der Gemeinde Jajce zusammen, um dort das Zusammenleben von Menschen und Hunden zu verbessern. Wie an vielen Orten der Welt stellen auch in Jajce Straßenhunde eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit dar. Einige Kinder in Jajce haben Angst in die Schule zu gehen, weil sie fürchten, von Hunden angegriffen zu werden.

Wir arbeiten mit Gemeindevertretern zusammen, um die Bevölkerung über den artgerechten Umgang mit den Hunden aufzuklären und zu verhindern, dass Menschen ihre Hunde einfach aussetzen. Ziel ist es, auf diese Weise nicht nur die Anzahl der Straßenhunde zu reduzieren, sondern auch die Einstellung der Bevölkerung zu beeinflussen. Wir helfen den Menschen, damit sie den Tieren helfen.

In Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) haben wir mit der Gemeinde Jajce einen Leitfaden für einen humanen Umgang mit Straßenhunden und Haustieren erarbeitet. Erfreulicherweise sehen wir hier bereits erste positive Veränderungen.

Der Gemeinde fehlt es an den nötigen finanziellen Mitteln, um in dem Tierheim artgerechte Lebensbedingungen für die Hunde zu schaffen. Da nur wenige Menschen bereit sind, einen Streunerhund aufzunehmen, haben Hunde, die dort ins Tierheim kommen, fast keine Chance, ein Zuhause zu finden.

Statt das Tierheim weiterhin als Aufbewahrungsort für ungewollte Hunde zu betreiben, sucht die Gemeinde jetzt nach besseren Lösungen für ihre streunenden Hunde. Das Tierheim wird endgültig geschlossen. Deshalb kümmert sich der IFAW darum, die Hunde nach Deutschland zu bringen, wo sie ein neues Zuhause bekommen sollen.

Um für die Hunde ein liebevolles Zuhause zu finden, arbeiten wir mit der Organisation Streunerglück zusammen. Streunerglück hat bereits sehr viele Hunde aus unterschiedlichsten Herkunftssituationen vermittelt. Die Organisation kümmert sich um die Vermittlung der Hunde in ein dauerhaftes Zuhause sowie in vorübergehende Pflegefamilien.

Der IFAW bezahlt die Impfungen und die Kastrationen der Hunde. Und wir kommen für den Transport nach Deutschland, die tierärztliche Betreuung und das Futter während der Reise auf. Dabei sind wir über jede finanzielle Hilfe dankbar, die wir bekommen.

Der Transport der Hunde wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir halten Sie über den weiteren Verlauf der Transportaktion auf dem Laufenden.

Helfen Sie uns, diesen Hunden ein besseres Leben zu ermöglichen und notleidende Tiere auf der ganzen Welt zu versorgen.

Kate Nattrass Atema

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Veterinarian, DVM, PhD - IFAW Beijing
Tierärztin, DVM, PhD
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Senior-Berater Strategische Partnerschaften