Großbritannien auf dem Weg zum kompletten Elfenbeinhandelsverbot!

Endlich sieht es so aus, als ob ein britisches Handelsverbot für Elfenbein Wirklichkeit werden könnte

Am 6. Oktober verkündete die britische Regierung, Verhandlungen zu einem Handelsverbot für Elfenbein einzuleiten – was eine großartige Nachricht ist.

Der IFAW und Gleichgesinnte kämpfen seit Jahren für eine solche gesetzliche Regelung und sehen in dem Vorschlag für ein vollständiges Verbot (mit einigen wenigen Ausnahmen) einen großen Erfolg, da es den britischen Markt ein für alle Mal schließen wird!

Heutzutage werden Elefanten schneller getötet, als sie geboren werden. Dieses Verbot wird weltweit die eindeutige Botschaft senden, dass das Vereinigte Königreich kein Teil dieses Handelszweigs sein will, und es wird weitere Länder ermutigen, auch ihre Elfenbeinmärkte zu schließen. Denn wie der britische Umweltminister Michael Gove sich äußerte: Das Abschlachten von Elefanten „ist eine Schande für unsere Generation“.

In Großbritannien existiert ein legaler Elfenbeinhandel mit Antiquitäten, die oft nach Übersee verkauft werden und letztlich dazu beitragen, die Nachfrage nach Elfenbeinprodukten zu steigern. Auf diese Weise trägt der legale Handel zum illegalen bei.

Diese globale Nachfrage führte dazu, dass über einen Zeitraum von drei Jahren mehr als 100.000 Elefanten getötet wurden. In einigen Ländern ist laut einer Studie (Great Elephant Census) die Elefantenpopulation in nur sieben Jahren um mehr als 60 Prozent zurückgegangen.

Die Ankündigung der britischen Regierung ist also eine großartige Nachricht für die Elefanten. Obwohl es einige wenige, sehr spezifische Ausnahmeregelungen, zum Beispiel für Musikinstrumente und Museumsstücke, geben wird, muss gleichzeitig sichergestellt werden, dass diese Schutzmaßnahmen für kulturell bedeutsame Gegenstände kein Schlupfloch bilden. Die neue Gesetzgebung muss für Polizei- und Grenzbeamte funktionieren und durchsetzbar sein.

Dieser Fortschritt wurde durch gemeinsame Anstrengungen erreicht – von engagierten Bürgerinnen und Bürgern und durch Lobbyarbeit, die hinter den Kulissen stattfand. Im vergangenen Jahr gab es zwei parlamentarische Debatten über Elfenbein in Großbritannien. Der IFAW organisierte außerdem zwei Empfänge für Abgeordnete und führte hunderte Gespräche mit Politikern, um sie für sein Anliegen zu gewinnen. Mehr als 100.000 Menschen unterschrieben eine Petition an die Regierung um ein Handelsverbot zu fordern und tausende unserer Unterstützer wandten sich in dieser Angelegenheit an Entscheidungsträger. Natürlich waren auch viele andere NGOs und Naturschutzorganisationen Teil der Kampagne.

Das Verbot soll verhindern, dass Elfenbein gekauft und verkauft wird, es wird jedoch nicht verlangen, dass vorhandenes Elfenbein zerstört wird. Unser IFAW-Büro in Großbritannien bietet jedoch derzeit an, Elfenbein an uns zu schicken, das Besitzer solcher Stücke im Rahmen des Projektes „Big Ivory Surrender“ entsorgen möchten.

Wichtig ist jetzt, dass die Regierung schnell handelt. Der IFAW führte eine Umfrage unter den Abgeordneten durch, wobei sich 97 Prozent für ein Verbot aussprachen. 2018 findet in London eine große Konferenz zum illegalen Wildtierhandel statt und bietet die Chance, Gesetze wie das Elfenbeinhandelsverbot im Vorfeld zügig durchzusetzen.

Was geschieht nun als nächstes? Großbritannien führt drei Monate lang Verhandlungen durch, und es ist entscheidend, dass so viele Menschen wie möglich auf diese reagieren, um ein vollständiges Verbot zu unterstützen. Wir werden Sie bald darüber informieren, wie auch Sie helfen können.

Wir gratulieren der britischen Regierung, dass sie das lange währende Versprechen, den Elfenbeinhandel zu stoppen, in Angriff nimmt. Wir hoffen, dass das Gesetz so schnell wie möglich erlassen wird, um Elefanten in freier Wildbahn zu retten. Ein großes Dankeschön an alle, die bisher an dieser Kampagne teilgenommen haben; Ihr Handeln hat dazu beigetragen, dass dies nun Realität wird!

David Cowdrey

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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
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Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
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Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Vizepräsident
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
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Robert Kless, Leiter IFAW Deutschland
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Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften