Gerettete Leopardin kann bald in die Wildnis zurückkehren

UPDATE vom 6.12.2017: Seit ihrer Freilassung im Tsavo-Nationalpark hat Leopardin „Dotty“ an Schönheit und Kraft gewonnen. Sie steckt ihr Revier im Park ab und richtet sich ihren Lebensraum zwischen Fluss und Bäumen ein. Dotty hat gezeigt, dass sie eine kräftige, clevere Jägerin ist. Dies ist ein wichtiges Kriterium für den Erfolg ihrer Auswilderung. Man sieht sie im Schatten liegend oder wie sie entlang des nahen Flusses wandert. Wir hoffen, dass sie ein langes Leben in der Wildnis haben wird und vielleicht sogar eines Tages Junge bekommt. Zu sehen, wie gut es ihr in der Wildnis geht, gibt uns die Gewissheit, dass sie da ist, wo sie hingehört.

Letzten Monat besuchte ich Dotty, eine gerettete Leopardin, die jetzt im Rahmen ihrer Rehabilitation auf das Leben in Freiheit vorbereitet wird. Ein Ranger der kenianischen Naturschutzbehörde fand Dotty im Tsavo East Nationalpark und rettete sie, als sie noch keine zwei Wochen alt war. Selbst ihre Augen waren noch geschlossen. Der Ranger brachte sie zu unserer kenianischen Partnerorganisation Tsavo Trust in der Nähe des Nationalparks. Beamte des kenianischen Naturschutzbehörde erteilten schließlich die notwendigen Genehmigungen, um Dotty aufzuziehen, damit sie eines Tages wieder in die Wildnis entlassen werden kann. Um sie zu versorgen und auf ihr Leben in Freiheit vorzubereiten, unterstützen wir unsere Tsavo Trust finanziell und bringen unsere Erfahrung ein.

Jetzt, im Alter von eineinhalb Jahren wird deutlich, dass Dotty gern mehr Zeit allein in der Wildnis verbringt. Daher erstellten wir einen Monitoring-Plan, um sie auch nach ihrer Freilassung überwachen zu können. Damit können wir Daten über die von ihr bevorzugte Umgebung, ihren Aktionsradius, ihre Verhaltensweisen ihr Individualverhalten sammeln und ob sie den Kontakt zu Menschen meidet. Diese Informationen geben Hinweise darauf, wie gut Dotty während der Rehabilitation auf das Leben in der Wildnis vorbereitet wurde.

Ein kaufmännisches Sprichwort besagt: „Man kann nur managen, was man messen kann." Das bedeutet, dass man nur dann Verbesserungen vornehmen kann, wenn man den Erfolg definiert und den Fortschritt misst. Dies spiegelt sich auch in den Tierschutzzielen des IFAW wider. Anhand der Überwachung nach Freilassung messen wir den Erfolg der Auswilderung jedes einzelnen rehabilitierten Tiers.

Erfolg bedeutet für uns, dass ein Tier ein möglichst ähnliches Leben führt wie seine wildlebenden Artgenossen. Zusammenfassend stellen wir sicher, dass sie:

  • sich selbst mit angemessener Nahrung versorgen
  • Verhaltensweisen zeigen, die von ihren Artgenossen akzeptiert werden
  • Menschen meiden
  • sich fortpflanzen

Um Dottys Bewegungen aus der Ferne nachverfolgen zu können, wurde sie  mit einem GPS-Halsband ausgestattet. Das Halsband sendet in regelmäßigen Abständen ein Signal aus und informiert uns so über ihren Aufenthaltsort. Somit kann außerdem festgestellt werden, wie schnell sie sich fortbewegt. Aus diesen Informationen können wir schließen, wann sie schläft, ihr Revier durchstreift oder sogar, wann sie bei der Jagd erfolgreich ist. Außerdem beabsichtigen wir, Kamerafallen aufzustellen, um Aufnahmen von Dotty und anderen in ihrem Revier lebenden Tieren zu erhalten. Jede Erfolgsmeldung während ihrer Auswilderung bringt uns dem Moment näher, wenn wir sie hoffentlich eines Tages mit Nachkommen sehen. Genau dies gelang uns kürzlich mit einem Amurtiger, den wir 2014 in Russland freiließen.

Wir halten Sie über Dottys Fortschritte auf dem Laufenden.

Meredith Whitney

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Veterinarian, DVM, PhD - IFAW Beijing
Tierärztin, DVM, PhD
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys, Leiterin IFAW Katastrophenhilfe
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
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Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie