EU verschärft den Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel

Elfenbein wird auch in der EU gehandelt
Montag, 22 Februar, 2016
Hamburg

Am Freitag, den 26. Februar, wird die EU-Kommission in Brüssel einen Aktionsplan gegen den illegalen Wildtierhandel vorstellen. Damit schließt sich die EU dem globalen Kampf gegen das kriminelle Geschäft mit Produkten wie Elfenbein, Rhinozeros Horn oder Teilen von Tigern und Schuppentieren an. Der illegale Wildtierhandel ist mit 15 Milliarden Euro Gewinn eines der lukrativsten kriminellen Geschäfte weltweit. Er rangiert in einer Liga mit internationalen Verbrechen wie dem Handel mit Drogen, Menschen und der Produktpiraterie.

„Dieser Aktionsplan wird den EU-Mitgliedsstaaten helfen, besser und koordinierter gegen die kriminellen Wildtierhändler vorzugehen“, erklärt Robert Kless, Leiter der Wildtierhandelskampagne des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. „Wir haben unsere Expertise bei der Erarbeitung des Plans zur Verfügung gestellt und hoffen nun, dass sich all unsere Empfehlungen an die Kommission in diesem Dokument wiederfinden“.

Die EU ist sowohl ein Verbrauchermarkt, als auch eine wichtige Transitzone für illegale Wildtierprodukte. Etwa ein Drittel aller weltweiten Elfenbeinaufgriffe finden in der EU statt. Belgien, Frankreich, Portugal und Großbritannien sind die wichtigsten Transitländer. In diesen Ländern, sowie in Italien, den Niederlanden und in Spanien werden immer wieder kleinere Mengen Elfenbein aufgegriffen.

„Der illegale Wildtierhandel ist nicht nur eine große Gefahr für den Bestand mancher Arten, er bedroht auch die Sicherheit“, so Kless weiter. „Geringes Risiko, hohe Gewinne und niedrige Strafen machen den Schmuggel von Wildtierprodukten ausgesprochen attraktiv für die organisierte Kriminalität.“

Zusätzliche Informationen:

•             Sie können die Pressekonferenz mit der Vorstellung des EU-Aktionsplans am 26.2.2016 um 12 Uhr als Video-Livestream   verfolgen: https://ec.europa.eu/avservices/ebs/live.cfm?page=1

•             Vom 1. bis 3. März findet in Den Haag die „Save Wildlife Conference“ unter der niederländischen EU-Präsidentschaft statt. Hauptthemen sind nachhaltige Lebensgrundlagen, wirtschaftliche Entwicklung sowie die Stärkung des Vollzugs.

•             Am 3. März ist Welt-Wildtier-Tag unter dem Motto: „Die Zukunft der Wildtiere liegt in unseren Händen!“. An diesem Tag gibt der IFAW die Teilnehmer der von ihm organisierten Jugendkonferenz „Youth Forum for People and Wildlife“ bekannt.

•             IFAW-Bericht Criminal Nature: The Global Security Implications of the Illegal Wildlife Trade

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Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
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Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
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Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie