Elefantenschlachten ohne Ende

Wildhüter finden einen gewilderten Elefanten. Gerade ist meine Kollegin Celine Sissler-Bienvenue aus Kamerun zurückgekommen, dort sind seit Januar über 200 Elefanten gewildert worden und das Schlachten geht immer noch weiter, sogar jetzt. Ihre Berichte erinnern mich an meine Erlebnisse als ich eine Zeit lang in Westafrika in einem Nationalpark gearbeitet hatte. In dem Forschungscamp mitten im Park hörten wir damals auch ständig die Schüsse von Wilderern. Als die von uns zur Hilfe gerufenen Wildhüter bei uns im Camp auftauchten war schnell klar, dass sie nicht viel ausrichten konnten. Ihre Waffen waren hoffnungslos veraltet und sie baten uns um Benzin für ihr Auto, damit sie ihre Patrouillenfahrt tatsächlich durchführen konnten.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Situation in Kamerun nicht viel anders sein wird. Die schlecht ausgerüsteten Wildhüter haben dort keine Chance gegen die mit Maschinengewehren bewaffneten Wilderer. Sie werden dem Schlachten nicht Einhalt gebieten können. Eine frustrierende Situation. Gleichzeitig diskutieren Politiker in Europa, ob die Elefanten geschützt bleiben sollten. Ob nicht doch der Elfenbeinhandel, natürlich streng kontrolliert, frei gegeben werden sollte. Dabei zeigt die Vergangenheit und das Ereignis in Kamerun, dass solch ein Handel nicht zu kontrollieren ist (siehe dazu auch einen Artikel in Welt-Online).

Die einzige Chance für die Elefanten ist ein internationales und vollständiges Verbot für den Handel mit Elfenbein, ohne Ausnahmen. Gleichzeitig müssen Wildhüter besser ausgerüstet werden, Zoll- und Vollzugsbeamte geschult werden, um mehr von der Schmuggelware zu entdecken und die Verbraucher müssen über die Konsequenzen ihres Tuns aufgeklärt werden. Glücklicherweise arbeitet der IFAW genau in diesen Bereichen mit großen Aufklärungskampagnen besonders in China, damit auch dort jedem Konsumenten klar wird: Jedes Stück Elfenbein bedeutet ein Elefant, der dafür sterben musste. Wir können nur hoffen, dass wir es rechtzeitig schaffen. 

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