Elefanten schützen und Menschen helfen

Donnerstag, 4 September, 2014
Amboseli, Kenia

Im Amboseli Nationalpark in Kenia stellten jetzt der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds), die kenianische Regierung und Vertreter der lokalen Massai-Landbesitzer einen Plan zum langfristigen Erhalt des Amboseli Ökosystems und damit der dort lebenden Elefanten vor.

Ein Naturschutzgebiet soll den Amboseli Nationalpark mit dem Kilimandjaro Ökosystem verbinden und so einen Wanderkorridor für Elefanten und andere Wildtiere offen halten. Zudem soll das Naturschutzgebiet der lokalen Massaibevölkerung neue wirtschaftliche Perspektiven durch die Entwicklung von Öko-Tourismus öffnen.

„Raum für Wildtiere zu sichern ist eines der zentralen Ziele für Naturschutzorganisationen. Während die ausufernde Wilderei zuletzt sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat, wurde das Sichern der Lebensräume vernachlässigt.“ erklärte Professor Judi Wakhungu, Umweltministerin von Kenia. „Daher ist es ein sehr gutes Zeichen, dass der IFAW und die Landebesitzer daran arbeiten, diesen Korridor für Wildtiere zu erhalten.“

„Um diesen Korridor für Wildtiere langfristig zu sichern und damit das Amboseli Ökosystem, müssen die Landbesitzer auch einen praktischen Nutzen aus dem Schutz ziehen können.“ erklärt Dr. Ralf Sonntag, IFAW-Deutschland Direktor im Amboseli-Park. „Deswegen unterstützen wir die Entwicklung von Ökotourismus und eines naturverträglichen Investitionsplans.“

Zusätzlich rief der IFAW jetzt einen Ausbildungsfonds über etwa 150.000 EUR ins Leben, der 66 Schülern aus diesem Gebiet eine Gymnasial- und Universitätsausbildung über die nächsten vier Jahre ermöglichen wird. Langfristig sollen damit den Menschen in der Region alternative Existenzen ermöglicht werden.

Innerhalb der letzten drei Jahre hat der IFAW die Ausbildung von 20 Gemeinde-Rangern ermöglicht, ein Patrouillenfahrzeug für die Wildtierbehörden gekauft. Zudem hat er in langwierigen Verhandlungen die Zustimmung von 1.600 Landbesitzern eingeholt, den Wildtierkorridor über fünf Jahre an den IFAW zu verpachten. Innerhalb dieser Zeit wird ein langfristiges und auch wirtschaftlich tragfähiges Konzept zum Schutz des Gebietes erarbeitet.

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