Dem tragischen Tod Cecils müssen dringend Taten folgen

Cecils Schicksal war weltweit in den Schlagzeilen.Der Tod des Löwen Cecil in Simbabwe hat weltweite Empörung ausgelöst.

Prominente und Millionen von Menschen aus aller Welt haben ihrer Betroffenheit Ausdruck verliehen und sich gegen die sinnlose Trophäenjagd auf Löwen, Elefanten und andere Tiere in Afrika ausgesprochen.

Der britische Komiker Ricky Gervais twitterte „RIP #CecilTheLion Es fällt mir schwer, mir etwas Wunderschöneres als das vorzustellen“ und ein Foto des berühmten Löwen. Schauspielerin Debra Messing wandte sich über Twitter an den amerikanischen Zahnarzt, der den Löwen getötet haben soll: „ER SOLL SICH SCHÄMEN! Man sollte ihm die Staatsbürgerschaft entziehen. Ich bin von seiner Tat beschämt und schockiert. #CecilTheLion.“

Ehrenmitglied des IFAW-Aufsichtsrates und UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall schrieb auf ihrer Webseite: „Ich kann meine Abscheu nicht in Worte fassen. Es ist mir völlig unverständlich, dass jemand ein vom Aussterben bedrohtes Tier töten möchte. Auch andere IFAW-Botschafter und Aufsichtsratsehrenmitglieder—Kristin Bauer van Straten, Joely Fisher, Matt Sorum und Chris Matthews—haben sich zu Wort gemeldet.

Cecils Tod ging durch alle Medien und sozialen Netzwerke. Das Leiden von Tieren beschäftigt Millionen von Menschen ... zu Recht. Doch wie viel wurde bisher unternommen? Was ist der Stand der Dinge?

Moderator Jimmy Kimmel startete in seiner Show einen sehr emotionalen Aufruf. So kamen 150.000 US-Dollar für Oxford's Conservation Research Unit zusammen. Die Gruppe hatte Cecil mit einem Satellitenhalsband ausgestattet und führte wissenschaftliche Studien über seine Bewegungen, sein Verhalten und das seines Rudels durch.

Es muss aber noch mehr getan werden, um die sinnlose Trophäenjagd in Zukunft zu verhindern.

Die bereits seit langem aufgeschobene Aufnahme des afrikanischen Löwen in das US-Artenschutzgesetz, für die sich der IFAW seit langer Zeit einsetzt, ist dafür ein unverzichtbarer Schritt. Cecil können wir nicht mehr retten. Wir können ihn aber weiterhin ehren, indem wir Hunderte anderer afrikanischer Löwen verschonen, die jedes Jahr von ausländischen Hobbyjägern aus Spaß getötet werden.

Der IFAW begrüßt auch die prompte Reaktion des Senators Bob Menendez und seiner Kollegen Cory Booker, Richard Blumenthal und Ben Cardin, die die Verordnung „CECIL Animal Trophies Act“ verabschiedet haben. Sie dient als Abschreckung vor der Trophäenjagd.

Die Hälfte aller Trophäenjäger, die Elefanten und Löwen töten, sind Amerikaner. Deshalb ist klar, dass in den USA Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die im Ausland stattfindenden Jagden zu unterbinden.

Es hat uns auch sehr gefreut, dass die UN-Generalversammlung gestern eine Resolution verabschiedet hat, mit der illegale Wilderei und Schmuggel von Wildtieren bekämpft werden sollen. „Jetzt ist der Moment zu handeln“, so zitierte die New York Times Harald Braun, den Leiter der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der UN. „Kein Land, keine Region und keine Behörde wird es jemals allein schaffen.“

Jährlich werden 600 Löwen legal bei der Trophäenjagd getötet. 60 Prozent davon werden als Trophäen in die USA gebracht.

Das muss aufhören.

Und zwar jetzt.

Jeffrey Flocken

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