Delta, United und American Airlines stoppen Beförderung von Jagdtrophäen

Delta, United und American Airlines kündigten an, ab sofort keine Löwen-, Leoparden-, Elefanten-, Nashorn- und Büffeltrophäen mehr zu transportieren.Seit der brutalen Tötung des Löwen Cecil in Simbabwe sind die Augen der Welt auf die grausame Praxis der Trophäenjagd in Afrika gerichtet. Der weltweite Aufschrei der Empörung, den die Tat auslöste, zeigt Konsequenzen.

Delta, United und American Airlines sind der Forderung einer großen Mehrheit der Amerikaner gefolgt und kündigten an, ab sofort keine Löwen-, Leoparden-, Elefanten-, Nashorn- und Büffeltrophäen mehr zu transportieren. Eine Online-Petition auf Change.org hat gezeigt, dass sehr viele Amerikaner die Jagd auf gefährdete Arten ablehnen.

Durch das Beförderungsverbot von Jagdtrophäen beziehen die Fluggesellschaften sowohl gegen den Transport von legalen, aber auch von illegalen Jagdtrophäen Stellung. Es ist in der Tat ein großes Problem, dass man nur schwer zwischen legal erlegten und illegal gewilderten Tieren unterscheiden kann. Doch mit den neuen Regelungen besteht jetzt nicht mehr die Gefahr, dass ein gefährdetes oder geschütztes Tier für legal gehalten und quer durch die Welt transportiert werden kann, nur um die Wand eines Jägers zu schmücken.

Delta, United und American Airlines tun es mit dieser Entscheidung anderen Fluggesellschaften gleich, die bereits die Beförderung von Jagdtrophäen boykottieren. Vor kurzem nahmen Air France, KLM, Iberia, IAG Cargo, Singapore Airlines und Qantas bereits ähnliche Änderungen an ihren Beförderungsbedingungen vor.

Einige Airlines sind jedoch schon wieder zurückgerudert. Im April hatte auch South African Airways ein Trophäenverbot für seine Flüge erlassen, nachdem eine illegale Ladung Stoßzähne in Australien entdeckt worden war. Emirates, Lufthansa und British Airways verkündeten danach ebenfalls Verbote. Doch Meldungen zufolge hat South African Airways das Verbot seither schon wieder gelockert und erneut Trophäen transportiert.

Mehr als die Hälfte der Löwen, die jedes Jahr bei der Sportjagd getötet werden, wurden von Amerikanern erlegt. Die Verbote der amerikanischen Airlines sind deshalb ein wichtiger Schritt, um die Dezimierung einer ohnehin schon vom Aussterben bedrohten Art zu stoppen.

Im Afrika gibt es nur noch etwa 32.000 wild lebende Löwen. Manche Wissenschaftler schätzen die Bestände sogar noch niedriger ein.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass Delta, United und American Airlines diesen Schritt unternommen haben, um die Tiere zu schützen.

 Jeffrey Flocken

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit zum Schutz bedrohter Arten.

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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
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Robert Kless, Leiter IFAW Deutschland
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Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
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Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie