CMS-Konferenz: Besserer Schutz für Haie, Rochen und Mantas in greifbarer Nähe

Hammerhaie haben nun eine bessere Chance auf dringend benötigten Schutz.
Freitag, 7 November, 2014
Hamburg

Ein besserer Schutz für 21 Hai- und Rochenarten durch die Bonner Konvention, auch CMS (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals) genannt, ist in greifbarer Nähe. Über 50 Staaten hatten bis gestern einen Konsens für einen verbesserten Schutz in der Plenumsdiskussion der Vertragsstaatenkonferenz in Quito, Ecuador, erzielt. Die Konferenz findet noch bis zum 9. November statt. Am Sonntag wird dann auch letztendlich über die Anträge abgestimmt.

„Der Konsens von über 50 Vertragsstaaten sichert schon nahezu eine Listung dieser Arten in Anhang I und II der Konvention“, erklärt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Deutschland Direktor des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Mit diesem Schutz haben diese Arten eine bessere Chance zu überleben.“

Mehr als 100 Millionen Haie werden jedes Jahr gefischt, Schätzungen gehen davon aus, dass dadurch die Populationen von manchen Arten um 80 Prozent dezimiert wurden.

Mantas, Teufelsrochen und Schwertfische sollen auf Anhang I der Konvention gelistet werden. Konsens oder eine starke Mehrheit erzielten die Mitgliedsstaaten für eine Listung der Hammerhaie, Fuchshaie (Alopias vulpinus) und Seidenhaie (Carcharhinus falciformis) auf Anhang II.

„Wir hoffen, dass mit dieser Listung ein Wendepunkt erreicht ist. Diese bedrohten Arten benötigten dringend besseren Schutz, wenn wir sie für die Nachwelt erhalten wollen“, so Sonntag weiter. „Selbstverständlich helfen wir als IFAW gerne bei der Umsetzung im Rahmen unserer Möglichkeiten.“

Im Anhang I der Bonner Konvention werden die am stärksten gefährdeten Arten aufgeführt. Länder, in denen diese Arten leben, sind dazu aufgerufen, ihren Lebensraum und die Tiere selbst zu schützen, beispielsweise durch ein Fangverbot, sowie deren Wanderung zu ermöglichen. Auf Anhang II werden Arten aufgeführt, die von internationalen Schutzanstrengungen signifikant profitieren würden. Die Mitgliedsstaaten sind daher aufgerufen, regionale Abkommen zum Schutz solcher Arten zu schließen.

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