Artenschutz-Konferenz tagt in Quito

Millionen Haie enden wie dieser auf Fischmärkten
Dienstag, 4 November, 2014
Hamburg

Vom 4. bis 9. November tagt in Quito, Ecuador, die 11. Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention, auch CMS (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals) genannt. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) setzt sich für strengere Maßnahmen zum Schutz von Wildtieren ein. Verhandelt wird u. a. ein höherer Schutzstatus für 21 Hai- und Rochenarten, Afrikanische Löwen und Eisbären.

Zum Auftakt lud die ecuadorianische Regierung gestern Umweltminister aus Asien, Afrika und Lateinamerika und andere Entscheidungsträger zu einer Podiumsdiskussion über grüne Ökonomie, Tierschutz und Nachhaltigkeit, an der auch IFAW-Präsident Azzedine Downes teilnahm.

„Grüne Wirtschaftsmodelle müssen dem Vorsorgeprinzip folgen und das Wohlergehen sowie den Erhalt von Wildtieren zum Ziel haben. Nur so können wir biologische und ökologische Nachhaltigkeit erreichen“, ermahnte Downes die Ministerrunde. „Wir können uns den Fehler nicht mehr leisten, die Natur als Ware zu behandeln und mit Füßen zu treten, wenn sie keinen Profit einbringt.“

Während der Konferenz wird über einen höheren Schutzstatus für 32 Arten wandernder Tierarten abgestimmt, darunter 21 Hai- und Rochenarten. Mehr als 100 Millionen Haie werden jedes Jahr gefangen, einige Arten sollen in den letzten zehn Jahren um 80 Prozent dezimiert worden sein.

„Wenn Tiere wie Hammerhaie oder Mantas von der Bonner Konvention als gefährdet eingestuft werden, haben sie eine größere Chance gegen zerstörerische Fischereimethoden wie das Shark-Finning und andere“, so Dr. Ralf Sonntag, Deutschland-Direktor des IFAW und Hai-Experte.

Anhang 1 der Bonner Konvention führt die am stärksten gefährdeten Tierarten auf und soll sie schützen, ihren Lebensraum erhalten oder wiederherstellen, Hindernisse für Wanderbewegungen ausräumen und andere Faktoren kontrollieren, die sie gefährden könnten. In Anhang 2 werden Tierarten aufgeführt, die von internationalen Schutzmaßnahmen erheblich profitieren würden.

Die IFAW-Delegation, bestehend aus fünf Experten, wird sich hauptsächlich für die Anträge zu Haien und Rochen, Eisbären und dem Afrikanischen Löwen einsetzen, sowie für einen besseren Schutz von Zugvögeln, großen Säugetieren in Zentralasien, Walen und Delfinen.

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Pressekontakt

Dörte von der Reith
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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
Regionaldirektor Mittlerer Osten
Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität
Robert Kless, Leiter IFAW Deutschland
Leiter IFAW Deutschland
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften