17 Juni 2009
(Peking) - In Hanzhong Stadt in der Shaanxi Provinz im Nordwesten Chinas wurden seit Mai 36.000 Hunde von Behörden getötet. Vorgeblich, um einen Ausbruch von Tollwut zu bekämpfen, sind staatlich sanktionierte Hundejäger unterwegs, um alle auf den Straßen angetroffenen Tiere zu erschlagen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tiere einen Besitzer haben, geimpft oder Streunerhunde sind.
„Die Verwaltung von Hanzhong und die Zentralregierung in Beijing müssen die massenhafte Abschlachtung der Hunde stoppen,“ fordert Gabriel weiter. „Die Behörden sollten lieber die Ursachen für die Überpopulation und die Übertragung von Tollwut angehen. Dazu gehören vor allem die Kastration der Hunde und ein Impfprogramm.“
Der IFAW versuchte seit Beginn der Tötungen die Verwaltung zum Einlenken zu bewegen und hat seine Expertise in der humanen Tollwutprävention angeboten.
Das brutale Töten der Hunde macht zudem deutlich, dass ein Tierschutzgesetz in China dringend benötigt wird. Bisher gibt es in China keinerlei Tierschutzgesetze. Tierquälerei kann also nicht verfolgt werden. Der IFAW arbeitet mit der Regierung in Peking an einem Entwurf für ein Tierschutzgesetz.
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Andreas Dinkelmeyer
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