26 Oktober 2006
(London) - Ein britischer Friseur wurde diese Woche in London wegen Handels mit illegalen Elfenbein-Produkten zur Höchststrafe von umgerechnet fast 15.000 Euro verurteilt. Er bot in seinen Geschäften z.B. Rasierpinsel mit Elfenbein-Griffen für ca. 1.600 Euro zum Kauf an. Seit 1990 ist der Handel mit Elfenbein international weitgehend verboten.
„Es ist eine Schande, dass trotz internationalen Handelsverbotes für
Elfenbein jedes Jahr mindestens 10.000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne sterben
müssen,“ so Peter Pueschel, Leiter der Kampagne gegen Wildtierhandel des IFAW
(Internationaler Tierschutz-Fonds). „Ihre Überreste landen dann als
Schnitzereien oder modischen Gimmicks mit dem Label „besonders exklusiv“ in den
Geschäften europäischer Großstädte. Wir sollten uns von diesem blutigen Handel
distanzieren und solche Produkte boykottieren.“
Der illegale
Wildtierhandel ist ein sehr lukrativer Teil der internationalen Kriminalität.
Laut offiziellen Schätzungen werden jedes Jahr Produkte in Milliardenhöhe
gehandelt. Der IFAW arbeitet international mit Vollzugsbehörden zusammen, um dem
Geschäft ein Ende zu machen. Eine Kooperation mit eBay in Deutschland führte
dazu, dass der Handel mit Elfenbeinprodukten bei dem Internet-Auktionshaus
praktisch zum Erliegen kam.
Für weitere Informationen, Interviews oder Bildmaterial:
Dörte von der Reith (IFAW, Germany)
Tel. +040/866 500 33
E-mail: dreith@ifaw.org
Edle Rasierpinsel mit Elfenbein-Griffen brachten Hof-Friseur viel Ärger und eine hohe Geldstrafe ein. Foto © Dave Flint












