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Deutliches Signal aus Deutschland an Kanada

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20 Oktober 2006

(Berlin) - Letzte Nacht hat der deutsche Bundestag einstimmig für einen Antrag auf ein nationales Handelsverbot für alle Robbenprodukte votiert. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) setzt sich seit Jahren in Deutschland für die Einführung eines solchen Verbotes ein.

Nach Kroatien, Italien, Belgien und den Niederlanden ist Deutschland nun das fünfte europäische Land, das ein nationales Handelsverbot auf den Weg bringt. Der Bundestag fordert die Regierung auf, sich auf EU-Ebene für ein europaweites Handelsverbot einzusetzen. Bis das in Kraft tritt, soll es ein vorläufiges Im- und Exportverbot in Deutschland geben.

Am 6. September hatte das EU-Parlament mit überwältigender Mehrheit eine schriftliche Erklärung unterzeichnet, die die EU-Kommission auffordert, einen Gesetzentwurf für ein europaweites Handelsverbot vorzulegen.

„Wir fordern den zuständigen Bundesminister Horst Seehofer auf, für eine zügige Umsetzung des Gesetzes zu sorgen,“ so Dr. Ralf Sonntag, Leiter des deutschen IFAW-Büros. „Deutschland übernimmt im ersten Halbjahr 2007 die EU-Ratspräsidentschaft und könnte seinen Einfluss für ein europaweites Handelsverbot geltend machen. Die kanadische Regierung muss begreifen, dass sie ihre Absatzmärkte in Europa und anderen Teilen der Welt verliert. Damit verliert sie auch ein Hauptargument für die Fortsetzung der Robbenjagd.“

Für weitere Informationen, Interviews oder Bildmaterial:
Dr. Ralf Sonntag
Mobil: +0172-4390583

Ulrich Schnapauff (IFAW, Germany)
Tel. +040-555 44 34
E-mail: uschnapauff@ifaw.org


Kundgebung vorm Brandenburger Tor. Seit einigen Jahren fordert der IFAW ein nationales Handelsverbot für Robbenprodukte. Nachdem der Antrag gestern einstimmig beschlossen wurde, muss jetzt alles daran gesetzt werden, dass das Gesetz zügig erlassen wird. Foto © IFAW / Fred Dott