29 September 2006
(Sachalin) - Verwüsteter Meeresboden bei einer Gasverflüssigungsanlage, zerstörte Waldgebiete und Flussbetten durch rücksichtsloses Vorgehen beim Legen von Pipelines - die Bauarbeiten des von Shell angeführten Energie-Konsortiums auf der Halbinsel Sachalin im Osten Russlands verursachen verheerende Umweltschäden.
„Die Ausmaße der Zerstörung sind schockierend, so hatte ich das nicht erwartet,“ beschreibt Dr. Ralf Sonntag, Meeresexperte und Leiter vom IFAW Deutschland. „Meterhohe Erdmauern, auf die Bäume neben der Pipeline-Trasse geschüttet, zerstören den Urwald. Auch die Laichgründe der Lachse sind in Mitleidenschaft gezogen. Ohne Umsicht wird hier vorgegangen, eine empfindliche Landschaft zerstört.“
Zudem befürchten Umweltexperten, dass die Pipelines durch die sich stark verschiebenden Flüsse im Frühjahr, die großen Wassermassen und den häufigen Erdbeben diesen Belastungen nicht standhalten werden. Dies hätte auch verheerende Auswirkungen auf die letzten Ostpazifischen Grauwale vor der Küste.
Der IFAW klagte mit anderen Umweltschutzorganisationen gegen die
umweltrechtliche Genehmigung für das Projekt.
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Andreas Dinkelmeyer (IFAW, Germany)
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Die Pipeline-Trasse zerstört Urwald und Laichflüsse der Lachse. Mindestens 30 weitere Flussläufe sind so zerstört worden und noch mehr bedroht. Das Shell geführte Konsortium ignoriert beim Bau viele Umweltrichtlinien. Foto © Sakhalin Environment Watch












