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Walfänger auf dem Vormarsch

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19 Juni 2006

(St. Kitts) - Erstmals bewahrheiteten sich die Befürchtungen der Walschützer: die Walfang-Nationen erreichten bei der Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) eine einfache Mehrheit.

33 der anwesenden 66 Länder stimmten mit Japan für eine Resolution, die die Wiederaufnahme des Walfangs fordert. 32 Länder stimmten gegen die Resolution, ein Staat enthielt sich der Stimme.

Für ein Aufheben des Walfangverbots wäre eine Dreiviertel-Mehrheit nötig. Dennoch sind mit einer einfachen Mehrheit der Walfänger viele Schutzbestimmungen für Wale in Gefahr. So könnte auch das vom IFAW initiierte Walschutzgebiet im südlichen Ozean aufgehoben werden, ebenso die Arbeit der IWC zur Unterstützung des Whalewatchings und andere Initiativen für den Walschutz.

„Die Scheckbuch-Diplomatie Japans scheint erfolgreich zu sein. Nun haben die Walfänger eine gefährliche einfache Mehrheit,“ kommentiert Dr. Ralf Sonntag, IFAW-Meeresbiologe. „Die Walschutz-Nationen müssen ihre Anstrengungen erhöhen, damit die wertvolle Arbeit zum Erhalt der sanften Riesen nicht zunichte gemacht wird“.

Für weitere Informationen, Interviews oder Bildmaterial:
Andreas Dinkelmeyer (IFAW, Germany)
Tel. +040-86650015
E-mail: adinkelmeyer@ifaw.org

Ulrich Schnapauff (IFAW, Germany)
Tel. +040-5554434
E-mail: uschnapauff@ifaw.org


Buckelwale wie dieser stehen bald offiziell auf der Speisekarte der Japaner. Nun hat Japan eine einfache Mehrheit und kann damit wichtige Walschutz-Arbeit behindern oder sogar Rückgängig machen. Foto © IFAW