15 Juni 2007
(Den Haag) - Positive Nachrichten für Elefanten Tiger und Wale sowie andere Arten nach der Welt-Artenschutz-Konferenz CITES in Den Haag. Nach zweiwöchigen Verhandlungen wird der Schutz von Elefanten, Tiger und Walen verbessert. Weniger gut erging es einigen Tropenbäumen, die keine Hilfe bekommen. Auch für Nashörner und Leoparden brachte die Konferenz keinen Schutz vor der Trophäenjagd. Dennoch beurteilt der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) die Entscheidungen der Delegierten aus 171 Nationen insgesamt weitgehend positiv.
Der strenge Schutz der Tiger bleibt bestehen. Das Ansinnen Chinas scheiterte, den Bedarf an Tigerprodukten aus gezüchteten Tigern zu decken. „Tigerzucht kann keine Lösung sein“, so Vivek Menon vom IFAW-Indien. „Der Handel mit Tigerteilen, auch wenn sie aus Zuchten stammen, wird den Markt anheizen. Und am Ende ist es sehr viel billiger einen der letzten 5000 in Freiheit lebenden Tiger zu wildern als einen in der Zucht aufzuziehen. Glücklicherweise hat eine Mehrheit dies verhindert“.
Verboten bleibt der internationale Handel von Walfleisch oder anderen Teilen der sanften Riesen. Auch erkannten die Delegierten erstmals die Schwierigkeiten der Kontrolle und das bedrohlich wachsende Ausmaß des Internethandels an. Eine IFAW Studie registrierte in Großbritannien allein in einer Woche über 9.000 illegale Wildtier-Angebote - darunter lebende Tiere und Produkte aus Tierkörperteilen.
Algerien beantragt den Schutz der Cuviergazelle. Die in Nordafrika lebende Gazellenart ist inzwischen durch Wilderei und Lebensraumverlust stark bedroht. Mit Unterstützung der EU einigten sich die Nationen im Konsens auf eine Aufnahme der Gazellenart auf Anhang I und verbietet damit den internationalen Handel.
Schlechter erging es den Nashörnern und Leoparden. Trotz geringen Bestandszahlen und Wilderei bleibt die Trophäenjagd auf diese Arten möglich.
„Insgesamt konnten wir doch einiges für den Artenschutz hier
erreichen,“ so Pueschel. „Es ist ein großer Erfolg für die Elefanten und Tiger.
Was uns allerdings Sorge bereitet ist eine zunehmend wirtschaftliche
Betrachtungsweise. Bei fast jedem Thema und in vielen Argumenten stand der
kurzfristige wirtschaftliche Nutzen im Mittelpunkt. Dabei geht es doch darum die
Arten langfristig zu erhalten, um eine ökologisch nachhaltige Nutzung zu
ermöglichen. Die grundlegende Idee der Konvention ist doch, den Einbruch der
Populationen zu verhindern“ erinnert Peter Pueschel zusammendfassend am letzten
Tag der CITES-Konferenz.
Für weitere Informationen, Interviews oder Bildmaterial:
Andreas Dinkelmeyer (IFAW, Germany)
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Für Elefanten, Tiger und Wale erhalten eine Chance. Nashörner und Leoparden sind weiter für die Tropähenjagd freigegeben.












