29 Mai 2007
(Anchorage) - Internationale Wissenschaftler kritisieren Japans vermeintlich wissenschaftlichen Walfang auf der derzeit in Anchorage, Alaska, stattfindenden Jahrestagung der IWC (Internationale Walfang Kommission). Das diesjährige IWC-Meeting vom 28.5. bis 1.6. birgt großen Konfliktstoff, da Japan die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs vorantreibt, während Naturschutzorganisationen wie der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) weiterhin einen weltweiten Schutz der Wale fordern. Im Augenblick zeichnet sich auf der Konferenz eine knappe Mehrheit für den Walschutz ab.
Der Bericht der IWC-Experten kritisierte außerdem, dass Japan sich nicht genügend für den Schutz des Westpazifischen Grauwals einsetzt, der durch Beifänge in japanischen Gewässern hochgradig gefährdet ist. Das Komitee moniert weiterhin, dass Japan keine brauchbaren Übersetzungen seiner Bestimmungen zum Umgang mit lebenden Bartenwalen zur Verfügung stellt, die als Beifang ins Netz gehen.
„Japans Vorgehen als wissenschaftlichen Walfang zu bezeichnen ist eine Beleidigung für jeden ernstzunehmenden Wissenschaftler,“ so Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Direktor des deutschen IFAW-Büros. „Dies beweist auch die heftige Kritik der weltweit anerkanntesten Walforscher auf der IWC-Konferenz. Japan muss endlich die rote Karte kriegen.“
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Dörte von der Reith (IFAW, Germany)
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Qualvoller Tod für die "Wissenschaft" Foto © IFAW












