2 April 2007
(Charlottetown, Kanada) - Heute beginnt in Kanada die alljährliche kommerzielle Robbenjagd – 270.000 Robbenjunge sind zum Töten freigegeben. Und das, obwohl ein extrem warmer Winter die Robbenpopulation zusätzlich bedroht. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) hat die kanadische Regierung mehrfach aufgefordert, die Jagd abzusagen.
„Die Jagd ist unvorstellbar grausam“, so Dr. Ralf Sonntag, Leiter des deutschen IFAW-Büros. „In den letzten Jahren haben wir immer wieder Verstöße gegen Tierschutz-Standards beobachtet und dokumentiert. Das wird in diesem Jahr nicht anders sein.“
In diesem Jahr startet die Jagd verspätet, da es kaum Packeis im südlichen St.-Lorenz-Golf gibt und so gut wie keine Robben. Der IFAW hat in den letzten zwei Wochen Erkundungsflüge unternommen und eine katastrophale Eissituation vorgefunden.
„Durch das mangelnde kompakte Eis werden die Jäger vorwiegend vom Boot aus
auf die Robben schießen“, so Dr. Sonntag. „Genaues Zielen ist unter den
Umständen schwierig, viele Tiere werden nur verletzt und flüchten ins Wasser, wo
sie einen langsamen, qualvollen Tod erleiden. Zehntausende werden in diesem Jahr
vermutlich so sterben.“
Für weitere Informationen, Interviews oder Bildmaterial:
Dörte von der Reith (IFAW, Germany)
Tel. +040-866 500 33
E-mail: dreith@ifaw.org
270.000 Robbenjunge gibt die kanadische Regierung dieses Jahr zum Töten frei.
Foto © IFAW/S. Cook












