31 Januar 2008
(Hamburg) - Ein Ölteppich unbekannter Ursache treibt seit dem 26. Dezember 2007 vor der artenreichen Küste Patagoniens. Die argentinische Regierung bat den IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds), bei dem Einsatz zur Rettung verölter Wildtiere zu helfen.
Patagonische Dampfschiffenten und Magellanpinguine gelten laut IUCN (World Conservation Union) als nahezu vom Aussterben bedrohte Tierart. „Das genaue Ausmaß der Katastrophe kann man noch nicht abschätzen, da die organisierte Suche nach betroffenen Vögeln andauert und laufend neue Tiere in die Station gebracht werden“, so Dr. Elvira von Schenck, Tierärztin und Mitglied des internationalen IFAW-Tierrettungsteams. „Sicher ist aber, dass die Tiere an den artenreichen Küsten Patagoniens dauerhaft durch die dortige Ölförderung bedroht sind. Es müssen dringend effektive Maßnahmen geschaffen werden, um solchen Katastrophen vorzubeugen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“
Argentinischen Medien zufolge ist der Ölteppich ca. drei Kilometer breit und
40 Kilometer lang. Die Regierung untersucht derzeit Satellitenaufnahmen, konnte
jedoch bisher die Ursache nicht feststellen. Verschiedene
Schifffahrtsunternehmen werden verdächtigt, für die Ölverschmutzung
verantwortlich zu sein. Die argentinische Marine kümmert sich um die Beseitigung
des Öls. Der IFAW ist seit über 18 Jahren mit mobilen Spezialeinheiten in der
Ölvogel-Rehabilitation tätig und zählt zu den weltweit führenden Experten auf
diesem Gebiet.
Für weitere Informationen, Interviews oder Bildmaterial:
Dörte von der Reith (IFAW, Germany)
Tel. +040-86650033
Mobil: +0160-90486493
E-mail: dreith@ifaw.org
Ein Magellanpinguin wird von einem IFAW-Mitarbeiter gereinigt. Diese Aufnahme entstand während eines Einsatzes des IFAW-Rettungsteams 2007 in Uruguay, Südamerika. Die Tiere waren durch einen Ölteppich verschmutzt worden. Foto © IFAW












