Menschliche Aktivitäten - zum Beispiel die Landwirtschaft - bedrohen Elefanten. Ihr Lebensraum wird verringert und damit die Nahrung reduziert. In China werden regelmäßig Elefanten während der Erntezeit beim Fressen von Feldfrüchten beobachtet. Die Felder liegen teilweise nahe der Dörfer und die Elefanten kommen bis an die Häuser heran. Eine kleine Anzahl von Dorfbewohnern ist bei Zusammenstößen dieser Art getötet worden.
In China hilft der IFAW mit Kleinkrediten und der Förderung alternativer Anbauweisen lokalen Gemeinden bei ihrer wirtschaftlichen Entwicklung: Traditioneller Maisanbau zum Beispiel lockt hungrige Elefanten an. Teeplantagen hingegen sind für Elefanten unattraktiv und stellen eine zukunftsfähige und profitable Alternative dar. In Zusammenarbeit mit lokalen Forstbehörden stellt der IFAW in mehreren Gemeinden Gruppen von Bauern und Dorfbewohnern kleine Geldsummen als Mikrokredite zur Verfügung (ca. 100 US-Dollar pro Haushalt). Der Wechsel zu alternativer Wirtschaft wird dadurch gefördert, das Vorrücken des Menschen in Waldgebiete gebremst.
Seit seiner Gründung im Juli 2000 hat dieses Projekt in sieben Pilot-Gemeinden 50 Gründungsgruppen mit etwa 370 Haushalten etabliert. Mit den Familien wurden individuelle Rückzahlungsverpflichtungen festgelegt. Die Rückzahlungsrate plus Zinsen für die Mikrokredite liegt bei 100%.
Zusätzlich zu den Kleinkrediten erhalten die Menschen Unterricht in Landwirtschaft, Buchhaltung und Darlehensverwaltung. Der IFAW hat Bildungskonzepte zur Sicherheit der Menschen und zum Schutz von Wildtieren und deren Lebensraum verfasst, um auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es für den Menschen ist, in Harmonie mit der Natur zu leben.
Durch die direkte und aktive Intervention des IFAW akzeptieren die Bauern freilebende Elefanten eher und zeigen die Bereitschaft, den gemeinsamen Lebensraum zu schützen.














