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Elefanten in Malawi müssen umziehen

Malawi, im südlichen Afrika, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Zusätzlich zu Hungersnöten, Krankheiten und Armut erschwert ein Konflikt mit den hier lebenden Elefanten das Leben der Menschen.

Übersicht
Hintergrund
Die Elefanten umziehen

Im Phirilongwe-Gebiet am südlichen Ende des Malawisees leben etwa 3.000 Menschen. Die meisten davon sind Kleinbauern. Durch diese konzentrierte Ansammlung von Menschen und der Ausdehnung der Felder in den Lebensraum der Elefanten kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Kleinbauern und Elefanten. Die Bauern versuchen sich selbst, ihre Felder und ihre Ernte mit Fallen, Gift, Nagelbrettern und Schusswaffen vor den Dickhäutern zu schützen. Die Elefanten ihrerseits wollen im selben Gebiet überleben und wehren sich, wenn sie angegriffen werden. Mindestens 10 Menschen und einige Elefanten starben bereits aufgrund der Auseinandersetzung.

Zusammen mit der Regierung von Malawi, der Behörde für Nationalparks und Wildtiere, wird der IFAW im Juni 2009 die Phirilongwe Elefanten umsiedeln. Für das Überleben der Tiere ist es entscheidend, dass eine langfristige Lösung gefunden wird, zum Wohle der Tiere und der Menschen.

Übersicht

Die Phirilongwe Herde besteht aus mehreren Familien und einzelnen Bullen. Die gesamte Anzahl der Tiere wird von der Behörde für Nationalparks auf 50 bis 100 Tiere geschätzt. Bei einer Zählung im Oktober 2007 wurden 57 Tiere gezählt.

Das Phirilogwe Gebiet ist dicht besiedelt. Zumeist leben hier Kleinbauern mit ihren Familien. Leider kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Elefanten, bei denen auch schon Todesfällen zu beklagen waren. Die Elefanten plündern die Felder und Gärten, weshalb die Dorfbewohner mit oft tödlichen Mitteln versuchen, sich selbst und ihre Lebensgrundlage zu schützen. Zu diesen Mitteln gehören der Einsatz von Fallen, Gift, Nagelbrettern und Schusswaffen.

Um die Aktivitäten der Elefanten besser überwachen zu können, wurden 2007 mehrere Elefanten mit Radiosendern ausgestattet. Drei der acht Elfanten hatten von Fallen amputierte Rüssel, zwei weitere hatten Schusswunden.

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Hintergrund

Die Elefanten im Phirilongwe Wald Reservat und dem umliegenden Ndowa Hills-Gebiet gehörten einst zu einer großen Herde, die in ganz Südmalawi lebte. Die zunehmende Bevölkerungsdichte bedroht nun das Leben dieser Elefanten, aber auch das der Menschen. Heute gibt es über 30 Dörfer in dem Streifgebiet, dass die Elfanten früher für sich alleine hatten. Der Lebensraum der Elefanten wird zunehmend von den Kleinbauern genutzt und die Wanderkorridore der Tiere werden nach und nach zerschnitten.

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Die Elefanten umsiedeln

Der IFAW und die Regierung Malawis sind der Meinung, dass ein Umzug der Elefanten in ein gut betreutes und geschütztes Gebiet die beste Lösung des eskalierenden Konflikts ist. Deswegen schreiten wir zur Tat, leisten logistische Unterstützung, stellen unsere Expertise zur Verfügung und finanzieren komplett Fang und Transport der Tiere.

Die Elefanten werden in das Majete-Schutzgebiet gebracht, ungefähr 250 km südlich von Phirilongwe. Da der Konvoi langsam fahren muss wird jeder Transport etwa sechs bis sieben Stunden dauern. Das Majete-Schutzgebiet ist von einem elfantensicheren Zaun umgeben.

Die Umsiedelung selbst beginnt Anfang Juni 2009. Die Vorbereitungen für den Umzug laufen schon seit Monaten. Unter Anderem ist ein Team im Phirilogwe Gebiet unterwegs und erklärt den Dorfbewohnern, was mit den Elefanten passieren wird und wie sie sich während der Fangaktionen zu ihrer eigenen Sicherheit verhalten sollten.

Zusätzlich mussten Wege zu den Fanggebieten angelegt und Brücken für Flussquerungen gebaut werden, damit die Transportlastwagen zu und von den Fanggebieten kommen können.

Aus Hubschraubern, aber auch zu Fuß werden die Elefanten aufgespürt. Mit Hilfe von Betäubungsgewehren sollen die Dickhäuter ruhig gestellt werden. So können sie in speziell umgebaute Lastwagen verladen und zum Majete-Schutzgebiet gebracht werden. Die Straßenkonvois werden von der Polizei begleitet und das Verkehrsamt in Malawi unterstützt einen zügigen Transport, indem es die Strecke frei hält.

Nach Ankunft im Majete-Schutzgebiet werden die Tiere in ihren Familiengruppen zunächst in speziellen Gehegen gelassen und beobachtet. Erst wenn sich die Tiere von der anstrengenden Reise erholt haben, werden sie in ihre neue Heimat entlassen. Dort können sie in Freiheit und Frieden leben.

Der Umzug eines Elefanten kostet etwa 2 000 Euro. Helfen Sie den Elefanten, unterstützen Sie den IFAW mit einer Spende bei dieser außergewöhnlichen Aktion. Hier können Sie dem IFAW spenden.

Aktuelle Informationen zur Umsiedelungsaktion in Englisch auf dem IFAW-Tierrettungs Blog unter www.animalrescueblog.org !

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Retten Sie mit uns die Malawi Elefanten


Die Route der Umsiedelungs-Aktion

Foto © Google


Die Phirilongwe Elefanten aus der Luft.


Im Juni 2009 müssen die Phirilongwe Elefanten ins Majete-Schutzgebiet umziehen.