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Maßnahmen zur Konfliktreduzierung

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Obwohl Indien weltweit die meisten Konflikte zwischen Menschen und Elefanten hat, sind darüber nur spärliche Informationen zu bekommen. Alle indischen Bundesstaaten mit Elefantenpopulation sind von dem Konflikt betroffen. Der Partner des IFAW vor Ort, der Wildlife Trust of India (WTI), sammelt Informationen über die Konflikte und stellt sie zusammen. Diese können dann  als Basisinformationen für zukünftige Studien und Schutzmaßnahmen verwendet werden.

Der nordöstliche Staat Assam weist eine der höchsten Todeszahlen aufgrund von Konflikten zwischen Menschen und Elefanten auf. Mindestens 268 Menschen wurden in den Jahren zwischen 2000 und 2005 durch Elefanten getötet und es starben mindestens 235  Elefanten  zwischen 2000 und 2004. 

Diverse Untersuchungen des WTI belegen, dass das Abfressen der Felder durch Elefanten eine der häufigsten Ursachen für Probleme  zwischen Mensch und Elefant sind.

Der Rajaji Nationalpark

Eine konfliktreiche Situation herrscht in den Dörfern um den Rajaji Nationalpark. Der Park, mit einer Fläche von 820.42 km2,  liegt in mehreren Distrikten im Bunbdesstaat Uttarakhand im Norden Indiens.  Laut einer behördlichen Zählung leben 469 Elefanten in dem Park, der nach Nordwesten die Grenze für das Verbreitungsgebiet des asiatischen Elefanten bildet. In diesem Parkprojekt sollen Techniken zur Konfliktvermeidung angewendet werden, die ortsspezifisch, leicht einzuführen, kosteneffektiv und sozial akzeptabel sind. 

Vier Dörfer - zwei im Süden des Parkes und zwei im Norden - wurden anhand von Voruntersuchungen als Partner für das Projekt ausgewählt. Die Dörfer im Norden unterstützen die Instandhaltung von elektrischen Zäunen. Die südlich gelegenen Dörfer experimentieren mit verschiedenen Methoden der aktiven Vertreibung von Elefanten. Dorfkomitees wurden gegründet und speziell geschult, um die Aktivitäten durchzuführen.  Der IFAW und der WTI stellten für die Komitees das Geld für Saatgut, technische Unterstützung und Ausrüstung zur Verfügung.

Weitere Methoden

Nur wenige Methoden gehen den Konflikt zwischen Menschen und Elefanten direkt an, wie beispielsweise das Einzäunen von Gebieten oder das Aufstellen von Schildern. Meist erfordert jedoch eine Lösung dieser Konflikte einen erheblichen Aufwand und ein immenses finanzielles Engagement. Der IFAW und der WTI beteiligen sich zum Beispiel an Abfindungen für Familien oder Einzelpersonen nach Todesfällen oder Ernteausfällen. 

Als Maßnahmen für die Konliktvermeidung spendeten beispielsweise der IFAW und der WTI vier Suchscheinwerfer für Indiens Forstbehörde. Damit können wandernde Elefanten während der Nacht besser erkannt und somit die Gefahr unnötiger Begegnungen sowie Kollisionen vermindern werden.

Der Konflikt zwischen Elefanten und Menschen nimmt in Asien sehr unterschiedliche Formen an: Elefanten trampeln durch Dörfer, durch Anpflanzungen und brechen in Lebensmittellager ein, sie zerstören Absperrungen und Bauwerke. Gelegentlich werden dabei  Menschen verletzt oder getötet. Im Gegenzug verletzen oder töten Menschen Elefanten oder vertreiben sie aus ihrem Gebiet. Den Konflikt zwischen Mensch und Elefant zu lösen ist eine der Hauptaufgaben des Wildtiermanagements. Der IFAW hilft den lokalen Behörden,  praktikable und handfeste Lösungen zu erarbeiten.

Spenden sie hier Aktiv werden

Dieser Elefant wurde von Dorfbewohnern in Assam vergiftet. Sie ritzten eine Nachricht in seine Haut: "Reisdieb, Elefant Laden". Eine  Gleichsetzung also des Elefanten mit dem Terroristen Bin Laden .
Foto © WTI


Ein Haus, in das Dorfbewohner im Rahmen eines freiwilligen Umsiedelungsprogrammes in Kerala umgezogen sind. So soll die Anzahl menschlicher Siedlungen im Korridor reduziert werden. Foto © WTI